Bocafloja kommt!

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Ende Mai kommt Bocafloja für ein paar Konzerte nach Deutschland!
Bocafloja, meist in den USA lebender MC und Spoken Word Artist aus Mexico-City, ist das Aushängeschild des politischen Hip Hop in Mexico.

25.05. Berlin, La Cueva
26.05. Berlin, Karneval der Subkulturen Streetparty (between Schillingbrücke & Adalbertstrasse)
29.05. Hamburg, Hafenklang (+ Paco Mendoza)
01.06. Berlin, Rosis: Terrabeats-Party
02.06. Klingenberg bei Rostock: Nuevo Sol Festival
03.06. Leipzig

Nach 6 Alben („Lengua Insurrecta“ (2002), „Pienso Luego Existo“ (2003), „Jazzyturno“ (2004), „A Titulo Personal“ (2005), „El Manual de la Otredad“ (2007), „Existo: Matriz Preludio al Pienso“ (2009)) und dem Buch „ImaRginación: La poetica del hip hip como desmesura de lo político.“ (mit Fabian Villegas, 2008) kommt nun mit „Patologias del Invisible Incomodo“ ein Album, das sich hauptsächlich um die Auswirkungen und Zusammenhänge von Kolonisation, Rassismus und auch Gentrifizierung auseinandersetzt.
boca bild
Anfang 2009 erschien mit „La callecita del sabor“ auch ein Song von Bocafloja auf dem ausverkauften Benefit-Sampler „Out of Control“ (Twisted Chords) zugunsten mittlerweile zu Knast verurteilter Antimilitaristen.

www.emancipassion.com
www.bocafloja.bandcamp.com
www.quilomboarte.org

aus der taz:
Der bekannteste Rapper im Lager der Linken ist Bocafloja. Er tritt lieber mit Rockgruppen auf, die seine Botschaft teilen – zuletzt etwa auf einem Solidaritätskonzert für die mexikanische Elektrizitätsgewerkschaft vor 10.000 Zuschauern. Obwohl er keine große Plattenfirma hinter sich weiß, sind seine CDs im ganzen Land verbreitet. „Die Musikindustrie benutzt Rapper als Marionetten, um Pop zu kommerzialisieren. Dagegen leiste ich Widerstand. Wir Rapper drücken Hoffnungen aus, auch wenn wir nicht die mächtigste Bewegung sind“, so Bocafloja.
Seine Videos laufen zwar nicht im Fernsehen, doch gerade das gibt ihm das Image des Outlaws – in der mexikanischen HipHop-Szene das größte Kompliment. Musikalisch knüpft er nahtlos an die Hochzeit des Politraps in den USA an, seine Vorbilder heißen KRS-One oder Public Enemy. Auf ruhigen Melodien und harten Drumbeats singt Bocafloja seine unmissverständlichen Texte: „Wie schwer ist das Leben, wir kämpfen jeden Tag / Wie schwer ist das Leben in dieser falschen Demokratie“, heißt es da etwa.

All Power To The People


Zwar schon im November letzten Jahres erschienen, aber dennoch nochmal wert, hier vorgestellt zu werden: AP2P, das Projekt von Bonnot (Assalti Frontali) und M-1 (Dead Prez). M-1 war ja schon zu Gast auf Bonnot´s erster Solo-CD „Intergalactic Arena“ (hier als mp3-Download!), mit AP2P und der Scheibe „All Power To The People“ wurde ein weiterer Schrei nach Veränderung nachgelegt, mit vielen Gast-MCs, fettem Hip Hop mit elektronischen Beats und hochpolitischen Texten.

Den Song vom Video oben – „Real Revolutionaries“ von AP2P zusammen mit General Levy (Gesang) und Paolo Fresu (Trompete) gibt´s auch als download.

Bonnot hat mittlerweile auch schon wieder eine neue Solo-EP: Struggling Society, Hörproben hier: www.bonnot.it

Heute Soli-Fiesta mit Lucha Amada in Bremen!

04.05. Bremen, Zucker Club: Soli-Fiesta für die Rote Hilfe!
bremenantirep
Am Freitag, den 04.05.2012 ist es mal wieder so weit. Die Ortsgruppe Bremen bittet zum Tanz in den ZUCKER- Club.

Disco/Zappeln/Bierchen schlürfen mit:
JUMP UP! und LUCHA AMADA
Im ZUCKER – Friedrich-Rauers-Str. 10 – 28195 Bremen
ab 22.00 Uhr bis morgens – Eintritt 3 – 5 Euro

Der Eintritt und weitere Spenden dienen zur Finanzierung von Antirepressions- Arbeit. Vorbei schauen, spenden, tanzen, Spass haben!
Solidarität mit allen inhaftierten Antifaschist_innen!

Neues Video von Assalti Frontali

Hier das neue Video von Assalti Frontali aus Rom. Der Song „Mamy“ ist Mabruka Mimuni gewidmet. Sie beging im Mai 2009 Selbstmord im CIE (Centro Identificazione Espulsione) in Ponte Galeria (Rom), kurz vor ihrer geplanten Abschiebung. Der Song ist auch auf unserem auf Jump Up erschienen Benefit-Sampler „Lucha Amada – Musika Rebelde“.

Rap and lirics: Militant A
Second voice: Pol G
Music composed and produced: Bonnot
Famale Voice: Dorcas Mpemba
vom Album „Profondo rosso“  (2011)
www.assalti-frontali.com

Assalti Frontali – „Mamy“
Vieni con me stasera è primavera usciamo da qua dentro
conosco un posticino dopo la piazzetta al centro
proprio davanti al porto ti ci porto
c‘è un mio amico oste
i pescherecci gli portano ogni giorno le aragoste
è buio nero il mare in fondo una lampara
noi su ’ste stradette un po‘ sbilenghe neanche una zanzara
scendiamo contro vento, il vento è un festival
viene dal sud dal Ciad Nigeria Mali e Senegal
ci sono stato anche io lontano tanti anni fa
mi sembra di sentirlo ancora odore di mango e guaranà
tagliavo il cocco con il macete quando avevo sete
sentivo la vita come adesso in questo marciapiede
sarà ’sta musica culla come una ninnananna
forse non ci credi guarda qua c‘è anche una bella camera
che mi piace sai correggo ho preso le mie cotte
e il mare caldo poi faremo il bagno, il bagno a mezzanotte

questa terra è la terra ingrata,
oh mamy rimani
indietro non si torna non si torna indietro, oh mamy
questa terra è la terra ingrata
oh mamy rimani oh mamy

mamy, noi siamo qui con i nostri sguardi in un mondo di bugiardi
con il sound system degli assalti
questa terra è la terra ingrata
oh mamy

bastava solo avvicinarsi un po‘ e ancora un po‘
sono le stesse cose che cerchiamo adesso io lo so
Vieni con me stasera è primavera
via da sta galera da Ponte Galeria
solo amore a mamy from Nigeria
non sono in regola le carte
ma cosa importa le carte sono solo carte
la tua vita è arte
e questa musica tribale mi fa ricordare
ogni tuo segnale ogni tuo segno particolare

questa terra è la terra ingrata
oh mamy rimani
indietro non si torna non si torna indietro
oh mamy
questa terra è la terra ingrata
oh mamy rimani, oh mamy
mi hanno vista i tuoi occhi senza battere ciglio
i tuoi occhi sono il mio nascondiglio, oh mamy

e ora cerco un appiglio un volto in questo porto
mezzo morto ma non ci sei più
con la tua magia nel corpo
e quel ragnetto sulla spalla l‘ emozione a galla
c‘è un foglietto che galleggia in quella brutta luce gialla
ed io l‘ho letto
diceva addio a questa miseria
la vita non è vita c‘è di Ponte Galeria
diceva grazie a chi mi ha voluto bene
la mia valigia solo un po‘ di amore la teneva insieme

Berlin: Wir bleiben alle – Demo

wba
Schluss mit dem Ausverkauf der Stadt!

Manche sind schon weg, viele kämpfen um nicht zu gehen und Bleiben wollen Wir Alle!
Schluss mit dem Ausverkauf der Stadt!

Manche sind schon weg, viele kämpfen um nicht zu gehen und Bleiben wollen Wir Alle!

Mieterhöhungen, Zwangsumzüge, Räumungen von Projekten und Plätzen, BMW Lab, gated Communities, um nur einige von den Konsequenzen der immobilienwirtschaftlichen Aufwertung beim Namen zu nennen, haben sich schon seit langem im täglichen Diskurs etabliert. Ebenso wie die nicht zur Kenntnisnahme oder Delegitimierung des Widerstands derer, die nicht tatenlos zusehen wollen, wie ihnen buchstäblich der Boden unter‘ m Arsch weggenommen wird. Bezirke in denen sich einst das unkommerzielle Leben einen Platz schuf und heute Menschen mit allen ihnen zu Verfügung stehenden Mitteln für die wenigen Oasen kämpfen, werden als zu Ende gentrifiziert bezeichnet, um somit denen den Segen zu geben, die auch den letzten Refugien einer anderen Wohn- und Lebensvorstellung den gar auszumachen.

Die Vergangenheit hat mehr als bewiesen, dass wir von den Verantwortlichen dieser Stadt nichts zu erwarten haben. Durch ihre fehlgeleitete Stadtentwicklungspolitik und dem Ausverkauf von Grundstücken und Häusern wurde SpekulantInnen und InvestorInnen Tür und Tor geöffnet, die unsere Stadt nach und nach in eine tot-gentrifizierte Wüste verwandeln. Die kompromisslose Verwertungslogik und Kommerzialisierung diktiert den BewohnerInnen das alltägliche Leben und wer sich das nicht mehr leisten kann, soll gehen. SeniorInnen müssen ihren Kiez verlassen, obwohl sie dort Jahrzehnte gelebt haben, Jugendliche suchen vergebens nach Freiräumen. Nachtleben? Fehlanzeige. Clubs werden durch beschwerdefreudige NachbarInnen verdrängt, selbst Spätis werden als Störfaktor empfunden. Über 30000 Hartz IV EmpfängerInnen in Berlin zahlen jetzt schon zu, um sich ihre Wohnungen weiter leisten zu können und es werden immer mehr! Allein in den letzten 2 Monaten gab es 100000 Mieterhöhungen in den zentralen Bezirken. Nicht die BewohnerInnen, sondern die Entwicklungen auf dem kapitalistischen Wohnungsmarkt entscheiden wo wir wohnen, wie wir wohnen und ob wir überhaupt wohnen können! Hinzukommt das Diktat der knappen Kassen. So sollten beispielsweise in Pankow 1 Million Euro an Kultureinrichtungen eingespart werden. Davon betroffen sind Bibliotheken, Platzhäuser, Seniorenbegegnungsstätten und Obdachloseneinrichtungen.

Wer Kultur von unten macht, den erwartet das selbe Schicksal. Während die Stadtpolitik Berlin als Kulturhauptstadt in Szene setzt, um kaufkräftiges Klientel anzuziehen, wird die Off-Kultur der Gentrifizierung überlassen oder eigenhändig vor die Tür gesetzt. Ihren Zweck als (sub)kulturellen „Aufwertungsfaktor“ oder touristisches Fotomotiv haben sie erfüllt und können nun den vielversprechenden Investorenträumen weichen. Erinnert sei an den Schokoladen, der nur durch eine breite Kampagne gerettet werden konnte. Die Bedrohung alternativer Wohn- und Kultur-Projekte geht jedoch weiter. So machen beispielsweise die Besitzer wie die der Linie 206 und der Kirche von Unten (KvU) derzeit ernst und versuchen „ihre Mieter“ mit aller Macht raus zu ekeln. Anstelle dessen sollen Lofts und Prestigeprojekte den Kiez „lebenswerter“machen. Kommunaler Besitz, eine der wenigen Institutionen die sich an den tatsächlichen Bedürfnissen der Bewohner orientieren, werden an die Meistbietenden verscherbelt. So jedenfalls sehen die aktuelle Rettungspläne von SPD und Grüne aus, um Geld in die Bezirkskassen zu spülen.
Stattdessen werden uns Alibi-Räume, wie das BMW-Lab vorgesetzt. Während sie diese Verdrängungspolitik nahezu symbolisieren, dürfen wir dann, für das Prestige der Sponsoren dabei zusehen, wie diese aussehen könnte. Na Danke schön!

Die aktuelle Lage zeigt, dass die Unzufriedenheit über die profitorientierte Aufwertungspolitik dieser Stadt an vielen Stellen brodelt. Unterschiedlichste Menschen sind nicht Willens ihre Vorstellung von Wohnen und Leben diesen Entwicklungen zu unterwerfen und wehren sich dagegen. Sie zeigt jedoch auch, wie isoliert die verschiedenen Kämpfe geführt werden. Wenn JedeR an seinem Platz allein kämpft, dann wird auch jedeR allein für sich scheitern. Tun wir uns zusammen, nutzen wir unsere Unterschiedlichkeit als Stärke, denn Berlin war, ist und bleibt eine widerständige Stadt!

Der erste Mai steht bevor! Und auch für die Politik der Stadtentwicklung heisst es: Der Druck steigt!

Deshalb sagen wir jetzt nochmals laut und entschlossen: :
Wir lassen uns nicht verdrängen
Wir sind diejenigen, die wissen wie die Stadt gemacht wird in der wir leben wollen!
Wir nehmen es nicht hin, dass der Kampf für beendet erklärt wird!

Wir bleiben Alle!
Gegen den Ausverkauf der Stadt. Gegen den Kulturkahlschlag. Für den Erhalt alternativer Projekte. Für selbstbestimmtes Wohnen und Leben

Demonstration am 27.4.2012 um 17:30 Auftaktkundgebung vor dem Jugendclub Wabe im Ernst Thälmann-Park
ab 15:00 Kleinkunst, Musik und …



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