Archiv für September 2010

Lucha Amada compilation 3

amalamusica

Teil 3 unserer Lucha Amada compilation:
-> Lucha Amada 3

Quilombo radio vol. 2 , de diaspora, colonia, melanina y otras rimas

quilombo 2
Als Gratis-Download gibt es heute die zweite Compilation von QuilomboArte, „Quilombo radio vol. 2″. QuilomboArte ist das Polit-Hip Hop-Kollektiv um Bocafloja aus Mexico-City. Bocafloja, MC und Spoken Word Artist, ist das Aushängeschild des politischen Hip Hop in Mexico, der nach 6 Alben („Lengua Insurrecta“ (2002), „Pienso Luego Existo“ (2003), „Jazzyturno“ (2004), „A Titulo Personal“ (2005), „El Manual de la Otredad“ (2007), „Existo: Matriz Preludio al Pienso“ (2009)) 2008 auch noch zusammen mit Fabian Villegas das Buch „ImaRginación: La poetica del hip hip como desmesura de lo político.“ herausgab. 2011 kommt Bocafloja auf Europa-Tour, hoffentlich dann mit einem Auftritt auf einer Fiesta Lucha Amada…

Auf „Quilombo radio vol. 2″ hören wir u.a. Bocafloja, Hache ST, Cambio, R.E.A.L.I.D.A.D, Vnrable, Fabian Villegas, Michelle Ricardo.

free download
bocafloja.bandcamp.com
myspace.com/bocafloja
myspace.com/quilomboarte

Herbstaktionstage unter dem Motto „Berlin on Sale – nicht mit uns! Gegen die sozialen Angriffe auf unser Leben“


Berlin On Sale

Hier der Aufruf der Herbstaktionstage „Berlin on Sale“

Am 1.10.2010 geht es los. Unser Ausgangspunkt war die Überlegung, dass es höchste Zeit ist, sich wieder mehr gemeinsam statt einsam gegen die vielfältigen Angriffe auf ein würdiges und selbstbestimmtes Leben in Berlin zur Wehr zu setzen. Es gibt Einiges, an das wir anknüpfen können: Stadtteil-Inis sprießen, Mediaspree wurde beim Volksbegehren abgewählt, Carlofts blieben in Kreuzberg nach wiederholten Farbbeutelattacken und vielen anderen Aktionen unverkäuflich, Erwerbslose organisieren sich. Das macht uns einerseits Hoffnung und reicht aber bei weitem nicht aus.

Uns eint die Überzeugung, dass wir uns nicht von Parteien und Gewerkschaften vertreten lassen und unsere Geschicke selbst in die Hand nehmen müssen. Mit unseren Aktionen wollen wir nicht nur den Nutznießer_innen der neoliberalen Umstrukturierung unser deutliches Nein entgegnen, sondern auch einen Vorgeschmack auf jenes andere Leben finden, das sich nicht an Marktlogik und Verwertungsinteressen orientiert.

Mit einem öffentlichen Dinner auf dem Leopoldplatz im Wedding, mit der Errichtung eines Temporären Sozialen Zentrums vor dem Jobcenter in Neukölln, mit gemeinsamen Kiezspaziergängen und Interventionen gegen Mietpreissteigerungen und Beschäftigungsindustrie, mit einer antimilitaristischen Fahrradrallye stellen wir die soziale Frage ganz praktisch. Dabei wollen wir versuchen, uns nicht auf die naheliegenden und natürlich notwendigen Kämpfe um mehr Hartz IV, die Aussetzung von Zwangsräumungen oder die Bezahlung prekärer Praktikant_ innen beschränken zu lassen, sondern auch unseren Blick fürs große Ganze zu schärfen.

Selbst wenn wir sie nicht immer vollends begreifen, ahnen wir doch die Zusammenhänge zwischen:

* Einer Politik der Stadtumstrukturierung, die unsere Viertel für Tourist_ innen, Investor_innen und natürlich auch uns als einheimische Konsument_innen immer attraktiver machen soll, die dafür selbstbestimmte kreative Freiräume braucht und sie gleichzeitig vernutzt und plattmacht;
* Einer Gesundheitspolitik, die sich für einige Wenige endlich nicht mehr auf standardisierte Apparate-Medizin beschränkt, die gute medizinische Versorgung aber privatisiert und längst nicht mehr Allen zur Verfügung stellt;
* Einer Bildungs- und Arbeitspolitik, die uns mit internationalisierten Studiengängen, angeblich attraktiven Karrierechancen für soziale Habenichtse bei der Bundeswehr, Frühförderung sogar für migrantische Kids schon im Kindergarten locken will, uns aber fit macht ausschließlich für Konsum und Karriere und den Druck mieser Lohnarbeitsverhältnisse durch Entwürdigung im Jobcenter verschärft.
Vor den Schattenseiten der neoliberalen Heilsversprechen fällt es uns schwer, die Augen zu verschließen: Verdrängung, Kontrolle, Disziplinierung und offene Repression gegen die, die nicht mithalten können oder wollen in unseren Städten, der Tod von Flüchtlingen an den EU-Außengrenzen, die offene und schleichende Militarisierung überall…

Mit unseren Aktionstagen wollen wir unser Nein zu diesem Irrsinn für uns selbst und alle anderen sichtbar und erlebbar machen. Einiges haben wir schon diskutiert und als Text in diese Broschüre aufgenommen, anderes schon geplant und in den Aktionskalender geschrieben. Vieles wollen und werden wir noch aushecken, im Vorfeld, während der Tage selber und danach. Miteinander ins Gespräch kommen und gemeinsam praktischen Widerstand gegen die alltäglichen Widrigkeiten des Lebens entwickeln, ist uns wichtiger als die große mediale Resonanz. Zu allen Aktionstagen gehört ein abendlicher Treff in einem der noch immer selbstorganisierten Projekte dieser Stadt. Hier kann der Tag nachbereitet und die nächste Initiative geplant werden.
Haltet die Augen offen, beteiligt euch, schaut vorbei und bringt euch ein!!

18.09. Rauchhaus (Berlin): Collectif Mary Read

mary read live
Collectif Mary Read aus St. Etienne ist die Hip Hop-Band um den Rapper Calavera, der bereits mit sieben Veröffentlichungen und einigen Touren durch die europäische Squat-Szene auf sich aufmerksam gemacht hat. Das nach einer englischen Piratin benannte Kollektif ist mit das Beste, was Frankreich an Hip Hop momentan zu bieten hat.

Collectif Mary Read – das sind neben Calavera die Rapperin Mina sowie Nergal und Trauma, die allesamt auch solo veröffentlichen. Das Kollektiv kommt aus dem Punkrock, releast seine CDs auf einem Punklabel, und das hört mensch auch an der Musik – druckvoll, agressiv und politisch kommt der Sound und der dreistimmige Rapgesang aus den Boxen, und was sich mit ihrer ersten CD bereits erahnen lässt, erlebt in ihrer Livefassung noch eine Steigerung, vor allem was die Power und Explosivität angeht. Die dichte Atmosphäre eines Konzerts wird unterstützt durch die Texte des Kollektivs – sie sind messerscharfe Reim-Attacken gegen ein Europa, welches auf Rassismus, Seximus, Ausgrenzung und Ausbeutung basiert.

collectif mary read 2
hier gibt´s das Album Collectif Mary Read II als download

->Collectif Mary Read II

Am 18.09. spielen Collectif Mary Read im Rauchhaus (Mariannenplatz 1), ein grosser Teil der Einnahmen werden für Antirepressionskosten gespendet. Nach dem Konzert geht die Party weiter mit Sonidero Kreuzbeat 36 (urban beats) und Lotta Amata, was quasi ein Pseudonym für lucha amada ist – hierunter legen wir jedoch nicht latin-ska/mestizo auf, sondern hip hop, drum´n´bass & electro dub.

Lengualerta – Resonante – CD ist da!

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Resonante, das erste Album von Lengualerta hat nun endlich das Licht der Welt erblickt! Lengualerta ist das Projekt von Rodrigo L. Uribe aus Mexico-City, bekannt geworden durch die Tijuana No!-Tour 2002, zu der er als Sänger eingeladen wurde. El Otro Sonido war ein weiteres von ihm ins Leben gerufenes Projekt, das sich als ein kultureller Ausdruck der »La otra campana«, einer von der mexikanischen Guerrilla-Organisation EZLN Anfang 2006 ins Leben gerufenen Kampagne, verstand. Nach vielen Europa-Touren und diversen Kollaborationen mit anderen Musikern erscheint nun also endlich sein lang ersehntes Debut, mit vielen GastmusikerInnen wie Zion Train, Moyenei oder der Rebeleon Sound Crew und einer wunderschönen Mischung aus Reggae, Dub & Dancehall mit politischen Texten. In Kürze geht Lengualerta auf Europa-Tour, um sein Album zu supporten. Bei uns in Berlin am 27.11. in der Köpi!

Hier könnt ihr es downloaden (dank an Lengualerta & Rebelsounds.blogspot.com) -> Lengualerta – Resonante