Archiv für März 2011

Modena City Ramblers – Sul tetto del mondo

modena
Die guten, alten Modena City Ramblers (gegründet 1991 – Glückwunsch zum 20jährigen!!) melden sich auch mit einer neuen – ca. 12. – CD zurück.
„Sul tetto del mondo“ bietet wie immer ein fröhlich-melancholisches Reigen aus irischem Folk und Patchanka mit politischen Texten; sie selbst nennen ihren Stil „Combat Folk“.

Hier die Songliste von „Sul tetto del mondo“:
Altritalia
I giorni della crisi
Interessi zero
Seduto sul tetto del mondo
Dieci volte
S‘ciòp e picòun
Povero diavolo
Tra nuvole e terra
i Que viva Tortuga !
La mosca nel bicchiere
Camminare
Il posto dell‘airone
Specchio dei miei sogni

…und zum Reinhören: i Que viva Tortuga !

www.ramblers.it

Zulu 9.30 mit neuer CD

zulu
Auf Kasba Music erschien nun der dritte reguläre Longplayer von Zulu 9.30 aus Barcelona – nach „Conecta o Revienta“ (2006), „Huellas“ (2008) sowie „Remixes“ (2010, alle auf Kasba Music). „Tiempo al Tiempo“ besticht durch 11 frische Songs, quer durch Latin-Reggae, Rock, mit Anleihen von Cumbia, Balkan und Ska.
Auf ihrer -> Seite könnt ihr ihre komplette Discographie umsonst runterladen…enjoy!
zulukl

Autonomes Zentrum in Köln akut räumungsbedroht!!

az
Es scheint, es konnte heute Morgen durch massive Solidarität eine Räumung des Autonomes Zentrums in Köln verhindert werden – es besteht aber wohl ein Räumungstitel und wohl auch schon eine Abrissgenehmigung. Die Eigentümerin der ehemaligen Werkskantine von KHD (heute Deutz AG), eine Immobilientochter der Sparkasse KölnBonn, will also die reaktionäre Geschichte der Häuserräumungen der Stadt Köln weiterführen. Die Zugänge des AZ wurden verbarrikadiert, Krähenfüsse waren zu sehen, und viele viele solidarische Leute und BesetzerInnen verhinderten wohl durch ihre Anwesenheit und ihre Ankündigung, die Räumung nicht zu akzeptieren, zunächst eine Räumung. Mit weiteren Räumungsversuchen muss die nächsten Tage gerechnet werden, es ist immer wieder Polizei vor Ort, sogar mit Hubschraubern. Lasst euch nicht einschüchtern, fahrt zum AZ, schlaft dort die nächsten Tage – gemeinsam können wir eine Räumung verhindern!! Macht Aktionen, macht das AZ zum Thema, solidarisiert euch!!!
KEIN TAG OHNE AUTONOMES ZENTRUM!

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Radio Feature zu Ciudad Júarez, Mexico

Susana rappt gegen den Drogenkrieg. Feature von Anne Demmer. SWR2 Dschungel vom 21.3.2011. Susana Molina ist 26 Jahre alt und lebt im mexikanischen Ciudad Júarez, in einer der gefährlichsten Städte der Welt. Zusammen mit ihren Freundinnen hat Susana die Mädchen-Rap-Gruppe „Batallones Femeninos“ gegründet – Frauenbataillone. Die Rapperinnen singen, „kein Krieg in meinem Namen!“ Es ist ganz klar, gegen wen sich das richtet: gegen Präsident Felipe Calderón, weil der öffentlich sagt, dass alle Jugendlichen Bandenmitglieder sind. Seit Mitte 2008 hat der mexikanische Präsident rund 10.000 Soldaten und Polizisten in die Stadt an der Grenze zu den USA geschickt. Susana und ihre Freundinnen werfen der Staatsmacht vor, gemeinsame Sache mit der Drogen-Mafia zu machen.

-> Hier die Sendung als mp3.

Neue CD von La Kinky Beat

kinky cd
Kasba Music aus Barcelona hat ein neues Sublabel: New Beats! New Beats soll neues Zuhause sein für die elektronischere Variante des Mestizo, in all seinen Variationen – von Hip-Hop über Dub, Dancehall oder auch Rock.

Den Anfang macht hier eine kleine Reihe aus der Familie La Kinky Beat. Sowohl deren neues Album „Massive Underground“ als auch ein Solo-Mini-Album von Kinky Beat-Schlagzeuger und Dubmaster Chalart58 mit dem Namen „Dub from BCN“.
„Massive Underground“, das vierte Album von La Kinky Beat, ist noch elektronischer, noch härter als ihre Vorgänger geworden. Obwohl Rude die Band verlassen hat entwickeln die Vier sich zu einer Art Drum´n´Punk-Band. Starteten sie als Patchanka-Ska-Band mit – das war neu damals! – elektronischen Spielereien (gefolgt von einer poppigen Phase), hat sich der Spiess nun umgedreht: wir hören viel Dub, punkigen Drum´n´Bass und ein wenig Reggae. Wir sind freudig gespannt auf ihre Live-Konzerte…
Auf den Solo-Pfaden von Chalart58 gibt es hingegen hauptsächlich Dub. Verschiedene GastsängerInnen wie Amparo Sanchez, Brujo oder Willy Fuego von La Kinky Beat sorgen für stimmliche Abwechslung.
Eben dieser Brujo hat dank Kasba mit „Ex-Cusas“ auch ein kleines, brillantes Scheibchen auf den Markt geworfen. Brujo ist ein ehemaliger MC der baskischen Bad Sound System, von denen er sich 2009 getrennt hat, um solo weiter zu machen. Ragga, Dancehall, Rap, Drum and Bass und Jungle in 6 Songs, deren Gerüste wiederum von Chalart58 (Schlagzeug, Percussion & Keyboard) und Willy Fuego (Gitarre, Bass und Gesang) kommen. Mata von La Kinky Beat ist auch hier als Gast zu hören, ebenso wie Rude, und hier schliesst sich der Kreis dann wieder.
Ebenfalls neu und Teil der New Beats-Familie von Kasba Music sind Xøc – und da kommen wir zu der Elektro-Rock Variante. Xøc sind Bunstah (Keyboard), Captain Mario (Schlagzeug) und Franz „Moroboshi“ Ardito (Gitarre und Gesang), der sich auch schon für Remixe von Fermin Muguruza und Che Sudaka verantwortlich zeigte. Kachafaz von Che Sudaka singt auch auf ihrem Debut – einfach nur „Xøc“ genannt – mit, ebenso wie MC Spex, ex Sänger von Asian Dub Foundation. Xøc ist Techno, Synthies und Drum´n´Bass meets Punk oder Rock´n´Roll, für mich persönlich klingt es jedoch zu sehr nach Heavy Metal mit Elektro. La Phaze kommen einen in den Sinn, sind aber um Längen besser.