Neue CD von La Kinky Beat

kinky cd
Kasba Music aus Barcelona hat ein neues Sublabel: New Beats! New Beats soll neues Zuhause sein für die elektronischere Variante des Mestizo, in all seinen Variationen – von Hip-Hop über Dub, Dancehall oder auch Rock.

Den Anfang macht hier eine kleine Reihe aus der Familie La Kinky Beat. Sowohl deren neues Album „Massive Underground“ als auch ein Solo-Mini-Album von Kinky Beat-Schlagzeuger und Dubmaster Chalart58 mit dem Namen „Dub from BCN“.
„Massive Underground“, das vierte Album von La Kinky Beat, ist noch elektronischer, noch härter als ihre Vorgänger geworden. Obwohl Rude die Band verlassen hat entwickeln die Vier sich zu einer Art Drum´n´Punk-Band. Starteten sie als Patchanka-Ska-Band mit – das war neu damals! – elektronischen Spielereien (gefolgt von einer poppigen Phase), hat sich der Spiess nun umgedreht: wir hören viel Dub, punkigen Drum´n´Bass und ein wenig Reggae. Wir sind freudig gespannt auf ihre Live-Konzerte…
Auf den Solo-Pfaden von Chalart58 gibt es hingegen hauptsächlich Dub. Verschiedene GastsängerInnen wie Amparo Sanchez, Brujo oder Willy Fuego von La Kinky Beat sorgen für stimmliche Abwechslung.
Eben dieser Brujo hat dank Kasba mit „Ex-Cusas“ auch ein kleines, brillantes Scheibchen auf den Markt geworfen. Brujo ist ein ehemaliger MC der baskischen Bad Sound System, von denen er sich 2009 getrennt hat, um solo weiter zu machen. Ragga, Dancehall, Rap, Drum and Bass und Jungle in 6 Songs, deren Gerüste wiederum von Chalart58 (Schlagzeug, Percussion & Keyboard) und Willy Fuego (Gitarre, Bass und Gesang) kommen. Mata von La Kinky Beat ist auch hier als Gast zu hören, ebenso wie Rude, und hier schliesst sich der Kreis dann wieder.
Ebenfalls neu und Teil der New Beats-Familie von Kasba Music sind Xøc – und da kommen wir zu der Elektro-Rock Variante. Xøc sind Bunstah (Keyboard), Captain Mario (Schlagzeug) und Franz „Moroboshi“ Ardito (Gitarre und Gesang), der sich auch schon für Remixe von Fermin Muguruza und Che Sudaka verantwortlich zeigte. Kachafaz von Che Sudaka singt auch auf ihrem Debut – einfach nur „Xøc“ genannt – mit, ebenso wie MC Spex, ex Sänger von Asian Dub Foundation. Xøc ist Techno, Synthies und Drum´n´Bass meets Punk oder Rock´n´Roll, für mich persönlich klingt es jedoch zu sehr nach Heavy Metal mit Elektro. La Phaze kommen einen in den Sinn, sind aber um Längen besser.