Archiv für Juli 2011

10 Jahre Lucha Amada – die grosse Geburtstags-Fiesta!

fiesta 10
Am 20.08. im Clash (Gneisenaustraße 2a, Berlin-Kreuzberg) feiern wir 10 Jahre Lucha Amada! Eine grosse Fiesta aniversario mit vielen FreundInnen & WegbegleiterInnen, Patxaran und viel viel Musik!

Wir hauen auf den Putz und lassen einige unserer FreundInnen einfliegen…
live:
Desechos (ex Hechos Contra el Decoro, Madrid)
ASTHMATIC LION a.k.a. Fermin Muguruza
Paco Mendoza (latin-reggae, hip hop, raggamuffin, cumbia)

DJ DZ (Esne Beltza, Fermin Muguruza) mit special invitados Inigo Muguruza und Xavi Solano (Esne Beltza)
Rude Hi-fi (ex-Roy Paci, Kinky Beat)
Lucha Amada (latin-ska.reggae.patchanka.rabiamuffin.balkan.hip hop.cumbia.mestizo sounds)
und weitere Überraschungen….

Einlass ist ab 20Uhr, Beginn pünktlich! um 21Uhr!!

Ausserdem feiern wir an diesem Abend (hoffentlich…) das Erscheinen unserer 10 Jahre Lucha Amada-Compilation, einer Doppel-CD im Buchformat mit unseren Lieblingsbands & befreundeten Bands. Der Erlös des Soli-Samplers wird an 2 Projekte gespendet – Agua para todas (ein zapatistisches Wasserprojekt) und das Afrique-Europe-Interact Netzwerk (ein antirassistisches Netzwerk) und erscheint auf dem feinen Label Jump up (dort ist die CD ab dem 12.09. zu ordern…).
Hier ein Bild des Covers:
cover lucha compilation
40 Bands, viele exklusive, unveröffentlichte Songs, u.a mit einer Guts Pie Earshot-Version (zusammen mit Vias von O Jarbanzo Negro!) des Manu Chao-Klassikers „Infinita tristeza“ und einer von Lengualerta auf Comandanta Ramona (EZLN) umgedichteten Version der Revolutionshymne „Hasta siempre“, einem unveröffentlichtem Stück von Gambeats´ (Radio Bemba-Bassist) Projekt Piratas Urbanos, einer Bob Marley-Coverversion von Manu Chao, ein Joxe Ripiau-Remix von DJ DZ, dem DJ von Fermin Muguruza und Esne Beltza, einem hier unveröffentlichten Stück von Cheb Balowski, einem unveröffentlichten Song von Che Sudaka, welches sie zusammen mit Jugendlichen im Rahmen eines Workshops aufnahmen, weiteren unveröffentlichten Stücken und Lieblingshits aus 10 Jahren Lucha Amada.
Ob Cumbia aus Buenos Aires, Hip Hop aus St Etienne, Latin-Ska aus Mexico-City, Balkan-Punk aus Seattle, Reggae aus Marseille, Patchanka aus dem Baskenland, es ist für alle was dabei.
Mit: Fermin Muguruza, Manu Chao, Watcha Clan, Panteón Rococó, Obrint Pas, Irie Révoltés, Cheb Balowski, Che Sudaka, Los de Abajo, Paco Mendoza, Kumbia Queers, Assalti Frontali, Color Humano, Esne Beltza, Desechos, Kultur Shock, Mikkim, O Jarbanzo Negro & Inigo Muguruza, Sagarroi, Unité Maü Maü, Mauresca, La Plataforma, Barriobeat feat. Bad Sound System, Lengualerta, Soom T & Disrupt, Mallacan, Ma Valise, Ki Sap, Esne Zopak, Collectif Mary Read, La Familia, Microplatform, Yacine & the Oriental Groove, Patchanka, Joxe Ripiau, Moyenei, Antidoping, Piratas Urbanos, Guts Pie Earshot feat Vias (O Jarbanzo Negro) & Hechos Contra el Decoro.

desechoslogo
Desechos aus Madrid ist das Nachfolgeprojekt der legendären Hechos Contra El Decoro (HCD), die es von 1995 bis 2001 gab und die eine der wenigen Bands waren, die politisch eindeutig Stellung bezogen, internationalistisch agierten und auch musikalisch mit ihrer Fusion aus unterschiedlichsten Musikstilen weltweit Akzente setzten.
HCD brachten vier CDs auf dem internationalistischen Arm des baskischen Labels „Esan Ozenki“, „Gora Herriak“, raus und waren zum einen durch ihre Musik – eine mal relaxte, mal ultratanzbare Mischung aus Hip Hop, Ska, Ragga, Salsa, Funk, Soul, Punk, Drum‘n‘Bass und Reggae – ein wichtiger Bestandteil der Szene. Eigene soziale und politische Projekte wie z.B. ein Soli-Sampler für die Zapatistas in Chiapas („Chiapas/Los Ritmos del Espejo“), den sie in Zusammenarbeit mit der CGT mittels ihrer eigens für solche Zwecke gegründeten „Asociación Cultural Rabiamuffin“ ins Leben riefen, unterstreichen ihre politische Sicht der Dinge ebenso wie ihre Texte. Bekannt sein dürften sie auch durch ihr Mitwirken auf Fermin Muguruza’s „Brigadistak Sound System“-Album. Gitarrist Papu war und ist zudem auch Mitglied von Fermin Muguruza’s Kontrabanda, mit der er zwischenzeitlich die Welt betourt.
desechosdance
Desechos brachten nach einer ersten EP (Rai del Ogro, 2002) 2003 ihr Debut „Cuando es manana“ heraus, welches HCD in eine rockigere Version überführte. Ihre Hymne „Que se vayan todos“ erschien auf mehreren Polit-Soli-Samplern und zwei schöne von Lucha Amada organisierte Deutschland-Touren folgten. 2007 folgte mit „2y Medio“ erst ihr zweites Album mit dem mittlerweile typischen aggresiveren Mix aus Rap, Ska, Rock & Raggamuffin.
desechosplakat
„Die Sprechgesänge der Madrilenen erinnern an nicht enden wollende Salven einer Geschützbatterie, deren Munition die Wut darstellt, aus sozialem Elend und dem täglichen Kampf ums Leben generierend. (…)
Desechos machen Mut, wo andere Bands aud kalkulierten Kommerz setzen. Die Basis bildet das „barrio“, ihre eigene Version der Kollektivität – die im Miteinander der Musiker, vor allem im Fluss männlicher wie weiblicher Vocals, ein fast perfektes Soundgemisch erzeugt.“ (Carsten Purfürst)

„“Wenn wir arbeiten, denken wir nicht an ein Ziel oder Zweck – wir machen’s einfach. Aber wir denken dabei immer sowohl an den Kopf als auch ans Tanzen“, benennt Sänger Nacho Mürgi die tanzbare Ausrichtung, die HipHop, Ska, Ragga, Salsa, Funk, Soul und Punk nach Belieben mischt. Weitere feststehende Elemente im Bandsound: der zweistimmige Gesang von Mürgi und Gema „Minsa“ Herreros, ein Saxophon, eingestreute Scratches, die spanische Gitarre und dezente, elektronische Hintergrundbeats.“(Henrik Drüner)

DISCOGRAFÍA
Hechos Contra el Decoro
1997 Rabiamuffin.
1998 Danza de los nadie.
1998 B.S.O “Barrio”.
1999 Los ritmos del espejo.
2000 Línea de Fuga.
2000 Música contra una ejecución. Live.
Desechos
2002 Mini lp Rai del Ogro
2003 Cuando es mañana. BOA
2007 2 y medio Pias
2010 Matatiempo Mesdemill

ferminmug
Fermin Muguruza, wohl Baskenlands bekanntester Musiker, ist ebenfalls heute wieder zu Gast bei uns. Unter dem Namen Asthmatic Lion und ausgestattet mit seinem Stamm-DJ DZ (Esne Beltza) wird der ehemalige Sänger von Kortatu und von Negu Gorriak eine energiegeladene Live Sound System Show abliefern. Seit der Auflösung von Negu Gorriak ist Fermin Muguruza solo unter wechselnden Namen mit verschiedenen Soundkollektiven unterwegs, brachte u.a. den Mestizo-Klassiker „Brigadistak Sound System“ (1999), auf dem er mit verschiedensten MusikerInnen von aller Welt die Songs einspielte, heraus, dann „FM 99.00 Dub Manifest (2000)“, „In-komunikazioa“ (2002), das auf Jamaika aufgenommene Album „Euskal Herria Jamaika Clash“ (2006) und „Asthmatic Lion Sound Systema“ (2008). Dazu gesellen sich die fast obligatorischen jeweiligen Remix-Alben, auf denen ihm internationale DJs und Producer Tribut zollen, eine Live-CD, DVDs und eine Zusammenstellung seiner so spannenden Geschichte.
ferm
Der Mann, der in den 80ern mit der Band Kortatu den Clash-Sound in Spanien populär gemacht und sich heute einen Stilmix um den Standort Reggae entwickelt hat, steht in aller Welt für eine undogmatische radikale Haltung, unbestechliches politisches Engagement und Unabhängigkeit.

Seit ein paar Jahren ist Fermin Muguruza auch als Filmemacher tätig: der Dokumentarfilm „Checkpoint Rock – Songs from Palestine“ von 2009 und die für den arabischen Sender Al Dschasira produzierte Dokumentarfilmreihe „Next Music Station“ über die Musik in zehn arabischen Ländern verdeutlichen auch hier seine kritische, eigenständige Haltung und seinen Pioniergeist in musikalischer Weiterentwicklung mit internationalistischer Perspektive.

paco solocd
Paco Mendoza ist ein Weltbürger der Kunst. Regional verankert und über Kontinente hinweg vernetzt. Ein musikalisches Kraftzentrum, das in ganz unterschiedlichen Konstellationen aktiv ist. Als Gitarrist und Sänger, als Songschreiber und Arrangeur, als Produzent und DJ. Er kombiniert südamerikanische und karibische Einflüsse, schreibt seine Texte auf spanisch, deutsch und englisch. Bevor Paco seine Karriere als Solokünstler „Paco Mendoza“ begann, veröffentlichte er bereits mehrere Alben in zwei unterschiedlichen Formationen: Raggabund und Caramelow & Criminal.

dz live supamolli
DJ DZ ist ein wahrhafter Künstler an den Plattentellern und ständiger Wegbegleiter von Fermin Muguruza. Geht es ihm darum, eine Band für eine Tour oder eine Sound System Show zusammen zu stellen, so ist DZ wohl der konstanteste Part. Mit Selektah Kolektiboa war DZ Teil der ersten Hip Hop Combo, die auf baskisch rappte. Nun ist DZ der DJ der wohl aktuell besten baskischen Band: Esne Beltza.

Bleiben wir kurz bei der baskischen Supergroup Esne Beltza, um ein weiteres Bandmitglied vorzustellen, das uns am 20.08. ein Geburtstagsständchen geben wird: Xabi Solano, Sänger und ebenfalls Trikitixa (Akkordeon)-Spieler in Fermin Muguruzas´ Live-Bands. Xabi Solano war bereits Ende der Neunziger eine Art Star im Baskenland, als Sänger der Rockband Etzakit.
esne xabi
Die leider sehr kurzlebige aber grossartige Punk-Band The Solanos war ein weiterer Meilenstein in seiner Karrriere. Esne Beltza vereint gleich einen ganzen Haufen baskischer Musikgeschichte: wie DJ DZ und Xabi Solano ist auch Trombonist Jon ständiger Weggefährte von Fermin Muguruza; ebenfalls dabei: ex-Musiker von Baldin Bada, Su ta gar und Sergio von The Solanos und Joxe Ripiau.

Stichwort Joxe Ripiau, gibt uns die wunderbare Möglichkeit zur Einleitung eines weiteren very special guest des Abends: Inigo Muguruza!
inigo
Inigo Muguruza spielte sowohl bei der legendären baskisch-karibischen Kultband Joxe Ripiau als auch bei Kortatu und Negu Gorriak. Seine bisher letzte Band Sagarroi – 2005 auf von Lucha Amada organisierter Deutschland Tour – löste sich leider vor kurzem auf.

rude
Rude Hi-fi aka Barriobeat ist ein international bekannter Reggae/Mestizo/Drum´n´Bass-DJ und ex Bandmitglied von Roy Paci & Aretuska & La Kinky Beat, bekannt auch durch seine vielen Remixe, von Manu Chao bis Fermin Muguruza, seine Gastgesangsbeiträge (zB bei seinen Freunden von Banda Bassotti) und war ja auch bereits zweimal zu Gast auf unseren Fiestas.
Bei seiner aktuellen Band La Maquina huldigt er mit seinen Bandkollegen (ua Sandokan von Banda Bassotti) seiner Punkrock-Vergangenheit.
www.myspace.com/barriobeat