Archiv für Januar 2013

Neues MiKKiM-Album + Remixes gratis!

mikkimoffbeat

MiKKiM, Produzent & DJ aus Prag, der mit seiner Mischung aus Jungle, Techno, D´n´B und Ska, Reggae, Dub & Punk einen ganz neuen Musikstil kreirte, hat nun sein neues Album „Offbeat Rhapsody“ komplett & legal ins Netz gestellt.

MikkiM -Offbeat Rhapsody

Big Bong Records 2012

Released in November 2012, but this release is the latest January 2013 version. (some tracks were remastered + this package includes new remixes).

1.Unity (Vox & Trombone – Hornsman Coyote, bass – Victor Rice]
2. One Human Family (Vox – Turner Harrison, bass Matej Havlicek, guitar – Krleesh)
3. Downtown Advice (Vox-Babyfada & Turner, trumpet – Oskar Torok, guitar Franz Izitour)
4.Guns Of Kingston (The Clash Tribute, bass and lyrics by Paul Simonon, Vox -Zareb & Squeechie)
5. Rudeboy (Vox & trumpet- Tribuman, bass Victor Rice)
6. Air Hostess (Vox- Gary Asquith)
7. Magnificent Cash (Vox- Pladdy, main bass motive originally by Paul Simonon)
8. Around the Walls (Vox- Squeechie, sax- Matous Kobylka, guitar- Franz Izitour)
9. Probably a Robbery (Vox- Gary Asquith, originally by Renegade Soundwave)
10. Freelancer (main bass motive by Chris Novoselic,clavinet – Honza Simacek)
11. Smells Like Sleng Teng (Vox- Bambooman)
12. After All (Vox- Macka P, keyboards- Honza Simacek, solo guitar Krleesh)
13. Can´t Stop us From Trying (Vox- Zareb, solo guitar Krleesh, saxophone Bozez)
14. Money (Vox- Turner Harrison & Boby Hukot, bass- Honza Simacek, sax- Bozez)
15. Heaven Be Upon Us (Vox- Gary Asquith)

Recorded and composed in Prague and Kingston during the years 2010-2012.
Mixed by Ales Hyvnar and MikkiM. Production help and master by Ales Hyvnar.

Runterladen könnt ihr es euch hier:

mikkim.net/down/2012/mikkim_offbeat_rhapsody.rar

oder hier:

sendspace.com/file/4×45p0

Als Bonus gibts inklusive des neuen Albums auch 4 brandneue Remixe in obigem Archiv:
1.Guns Of Kingston – Version Big-Fi
2.Probably a Robbery Dub- Version Big Fi
3. Magnificent Cash- Chong X
4.Unity- MoL

Das Artwork gibt´s hier: mikkim.net/down/album_grafika.rar

www.mikkim.net
soundcloud.com/mikkim

Siehe auch luchaamada.blogsport.de/2012/11/06/206/

mikgang

Freiräume erkämpfen und verteidigen!

Sowohl in Köln, Bonn als auch in Berlin!
26.01.13 – 15h – Tanzdemo für libertäre Zentren – Münsterplatz Bonn
http://www.youtube.com/watch?v=qW-RBiCUM1g&feature=player_embedded
http://www.liz-bonn.tk/

Retten wir das Autonome Zentrum in Köln-Kalk (az-koeln.org)!
Nachttanzdemo am 2.2.2013

Auch am 2.2., nur in Berlin:
l14

Fast zwei Jahre sind seit der denkwürdigen Räumung der Liebig 14 ins Land gegangen. Seitdem ist einiges passiert. Die Mieten steigen weiter in ungeahnte Höhen. Immer noch werden Mieter_innen und linke (Haus)projekte gekündigt, raussaniert und aus der Innenstadt verdrängt. Von der offiziellen Politik ist keine Hilfe zu erwarten. Bestenfalls gibt es Trostpflaster und Placebos.
Erfreulich ist, daß immer mehr Leute die Konsequenz ziehen, sich selbst zu organisieren und zu wehren. Die entstandenen Mieter_innen- und Stadtteilinitiativen sind mittlerweile so zahlreich, daß es schwerfällt, den Überblick zu wahren. Linke Hausprojekte und ihre Kämpfe sind ein Bestandteil einer breiteren Bewegung. Letztes Jahr wurde zwei mal die „Berliner Linie“ durchbrochen: Von Rentner_innen und Refugees. Wir freuen uns darüber und hoffen auf mehr!

Wir bleiben Untot!

Wir denken, daß es auch zwei Jahre später wichtig bleibt, Investoren und Politikern zu zeigen, daß ihre Probleme mit einer Räumung noch längst nicht vorbei sind. Wir möchten Euch deshalb einladen, den 2. 2. 2013 (zwischen 12:00 und 16:00) mit uns zusammen vor der Liebigstr. 14 zu verbringen. Versüßen werden wir uns die Zeit mit Livemusik, warmen Getränken, Vokü, echten Zombies (wütend und sehr gefährlich!) und brandneuen Infos zu aktuellen Bewegungen.

Weiter gehts…

Eine Nostalgieveranstaltung würde uns langweilen. Wir wollen deshalb auch keine machen. Wir möchten am 2. 2. vor allem unterstützen, was heute dringend ist. Solidarische Grüße an den Rummelplatz, die KvU, die Köpi, die Linienstr. 206 und die Rigaer 94 und alle anderen bedrohten (Haus)Projekte. Besonders dringend ist aber die am 14. 2. drohende Zwangsräumung in Kreuzberg, die schon zwei mal verhindert werden konnte. Auf ein Neues!

Mehr Infos hier: liebig14.blogsport.de

Tipp: 01. 02. 2013 um 22:00 @Fischladen – Solikonzert mit Berlinska Droha

Die Rückkehr von Gnawa Diffusion

gnawashock
Mit Gnawa Diffusion meldet sich eine kleine Legende aus der Versenkung zurück. Die 1992 in Grenoble gegründete Formation mit algerischen Roots löste sich nach 4 Studio- und 2 Live-Alben 2007 auf, Sänger Amazigh Kateb – Sohn des bekannten linken algerischen Schriftstellers Yacine Kateb (1929-1989) – veröffentlichte 2009 das Solo-Album „Marchez noir“. „Shock El Hal“ heisst das neueste Werk, mit dem sie ihre Reunion feiern, ein Album, das nahtlos an ihren früheren Sound anschliesst. Es sind keine wirklichen Überraschungen in den 13 Songs zu finden, leider auch nicht über- oder herausragend, aber ein solides neues Album ist es geworden. Ein Sound, der gewohnt lässig den Gnawa Sound des Maghrebs mit Reggae und Rock verschmelzt. Dazu gewohnt kritische Texte gegen Krise und Krieg, über das Leben im Exil, ist „Shock El Hal“ den Kindern der arabischen Revolutionen gewidmet. In dem Song „Complices“ wird zudem „El pueblo unido“ („El Pueblo unido, jamás será vencido“ – „Das vereinte Volk wird niemals besiegt werden“) zitiert.

Diskographie:
Légitime Différence (1993)
Algeria (1997)
Bab El Oued Kingston (1999)
Live DZ (2002)
Souk System (2003)
Fucking Cowboys Live & DVD (2007)
Shock El Hal (2012)

Neuer Track der Koalas Desperados – Asamblea!

Koalas Desperados feat. Akua Naru & Paco Mendoza – Asamblea!

„…Power to the people…it´s time to organize & unite…..ya basta!!“

Koalas Desperados ist ein Künstlerkollektiv um den DJ und Produzenten Manar El-Abed aus Montpellier. Das Kollektiv besteht derzeit (2011) aus rund 17 Musikern und 17 Sängern aus 14 Nationen, darunter auch Paco Mendoza. 2009 erschien einsehr empfehlenswertes gleichnamiges Album.

www.koalasdesperados.com

Dresden: Gefängnisstrafe für angebliche Megafondurchsagen

alb
Am Mittwoch, den 16. Januar 2013 wurde ein Berliner Antifaschist in Dresden zu einem Jahr und 10 Monaten Gefängnis ohne Bewährung verurteilt. Der 36jährige soll nach Einschätzung des Amtsgerichts am 19. Februar 2011 mit einem Megafon Demonstrierende aufgewiegelt und sie zum Durchbrechen einer Polizeisperre aufgefordert haben. Betroffen sind einzelne, gemeint sind wir alle!
Richter Hans-Joachim Hlavka war mit dem Urteil unter der Forderung der Staatsanwaltschaft geblieben, die für den Angeklagten wegen Körperverletzung, besonders schwerem Landfriedensbruch und Beleidigung sogar Knast in Höhe von zwei Jahren und sechs Monaten gefordert hatte.

In den Jahren 2010 und 2011 verhinderten in Dresden zehntausende Antifaschisten durch Massenblockaden und zivilen Ungehorsam Neonaziaufmärsche.

Solidarität ist unsere Waffe! Nazis am 13.2.2013 in Dresden blockieren!

Mit dem Bus von Berlin nach Dresden: Tickets (10 Euro) für den 13.2. bei: Red Stuff (Waldemarstr. 101, Kreuzberg)

Der für das Verfahren zuständige Richter Hans-Joachim Hlavka war mit dem Urteil unter der Forderung der Staatsanwaltschaft geblieben, die für den Angeklagten in ihrem Schlussplädoyer wegen Körperverletzung, besonders schwerem Landfriedensbruch und Beleidigung eine Freiheitsstrafe von zwei Jahren und sechs Monaten gefordert hatte. Bei dem Durchbruch im Vorfeld der erfolgreichen Massenblockaden von zehntausend Menschen gegen mehrere von Nazis geplante Aufmärsche waren vier Einsatzkräfte verletzt worden.

Während der vier Verhandlungstage konnte die Staatsanwaltschaft Dresden weder eine allgemeine Tatbeteiligung noch konkrete Taten des Angeklagten nachweisen. Bereits am ersten Verhandlungstag hatte der Hauptbelastungszeuge den Angeklagten nicht als die Person identifizieren können, die mit einem Megafon die Menge zu einem Durchbruch aufgerufen haben soll. Auch vier der am Einsatz beteiligten Polizisten konnten vor Gericht keine Angaben zum Täter machen. Als am dritten Verhandlungstag der Arbeitgeber des Mannes in den Zeugenstand musste, versuchte der Richter immer wieder, dessen Parteizugehörigkeit mit dem Durchbruch in Verbindung zu bringen. Dies sorgte schließlich dafür, dass sich der ursprünglich als Zeuge vorgeladene Arbeitgeber von der Partei Die Linke politisch verteidigen musste. Ein weiteres im Prozess verwendetes Beweismittel war ein Polizeivideo. Auf diesem war der Durchbruch einer Menschenmenge durch eine Polizeikette an der Bamberger Straße Ecke Bernhardstraße in der Dresdner Südvorstadt zu sehen. In dem Video waren etliche gescheiterte Versuche zu sehen gewesen, die durch eine Polizeieinheit aus Nordrhein-Westfalen abgesperrte Straßenkreuzung zu durchbrechen. Direkt im Anschluss an einen erfolgreichen Durchbruch zeigten die Aufnahmen sogar die Person, die mit dem Megafon die Ansage “nach vorne” gerufen haben soll. Dennoch konnte diese Sequenz wenig zur Aufklärung beitragen, da das Gesicht der Person auf dem Video nicht zu erkennen gewesen war.

Dem Staatsanwalt und dem Gericht reichte die Vermutung, dass es sich hierbei um den durch seine Körpergröße und andere Indizien hinreichend identifizierten Angeklagten gehandelt habe jedoch aus. Obwohl dem Angeklagten selbst keine einzige Straftat vorgeworfen werden konnte, konstruierte die Staatsanwaltschaft eine Rädelsführerschaft auf Grund der auch auf dem Video durch die Polizei festgehaltenen Durchsage und machten ihn gleichzeitig für alle am Ort des Geschehens stattgefundenen Straftaten verantwortlich. In seinem mündlichen Urteilsspruch stellte der Vorsitzende des Schöffengerichts abschließend noch einmal klar, dass die Dresdner Bevölkerung solche Krawalltouristen satt habe und verurteilte den Angestellten der Bundesgeschäftsstelle der Linken trotz einer positiven Sozialprognose zu einer knapp zweijährigen Haftstrafe. Der Richter kritisierte in seinem Urteil den Angeklagten nicht nur dafür, sich während des Prozesses nicht entschuldigt zu haben, sondern zeigte sich empört darüber, dass dieser trotz des Urteils gegen die massenhafte Funkzellenabfrage am 19. Februar Rechtsmittel eingelegt hatte.

Sein Berliner Verteidiger Sven Richwin bezeichnete das Urteil gegenüber der taz im Hinblick auf die bevorstehenden Proteste am 13. Februar in diesem Jahr als Exempel mit abschreckender Wirkung. Zugleich kündigte er an, gegen das noch nicht rechtskräftig gewordene Urteil in Berufung zu gehen. “Wir hatten unsere Hoffnungen ohnehin nicht in die erste Instanz gesetzt“, so der Verteidiger in seinem Fazit nach dem harten Urteil.

Quelle: addn.me