Archiv für Dezember 2014

Oury Jalloh – Demo 7.1.2015 in Dessau

*10. Todestag**von Oury Jalloh !*

Oury Jalloh wurde am 7.1.2005 in einer Dessauer Polizeizelle an Händen
und Füssen festgekettet, gefoltert und angezündet! Deutsche Polizisten
haben Oury Jalloh ermordet und der deutsche Staat versuchte 10 Jahre
lang dieses rassistische Verbrechen zu vertuschen.
*
Es ist ihnen nicht gelungen!

**Kommt am 7.1.2015 nach Dessau!*

initiativeouryjalloh.wordpress.com

Black is Beltza – ein Comic von Fermin Muguruza

blackisbeltza
Fermin Muguruza, ex-Sänger von Kortatu und Negu Gorriak, zuletzt ja desöfteren bereits als Filmemacher unterwegs, betritt erneut neue Pfade: „Black is beltza“ ist ein Comic, welches er zusammen mit Harkaitz Cano (Text) und Dr. Alderete (Illustrationen/Design) erstellte. „Black is beltza“ beginnt Mitte der 60er Jahre in New Yorck und behandelt den tief verwurzelten Rassismus und die gesellschaftliche Unterdrückung gegen Schwarze. Die Geschichte streift Malcom X, die Black Panthers, dann aber auch Cuba und Che Guevara. Ein 144 seitiger geschichtsträchtiger Comic und eine Mischung aus Fiktion und Realität, erschienen auf castellano, katalan und französisch (bang ediciones/Talka Records)

www.blackisbeltza.com

Freiheit für die inhaftierten Anarchist_innen in Barcelona und Madrid

solibcn
Am 16.12. morgens um 5 Uhr haben die katalanischen und spanischen Bullen einen sogenannten „ Antiterroreinsatz“ namens „Pandora“ gestartet. Dabei wurden nach Angaben der Medien 11 Häuser in Barcelona und jeweils eines in Sabadell, Manresa und Madrid durchsucht und insgesamt mindestens 11 Personen festgenommen.

Richter Gómez Bermúdez schickt 7 der 11 während der „Operation Pandora“ Verhafteteten ins Gefängnis. Das Benutzen des Riseup-Servers oder das Lesen des Buchs “Gegen die Demokratie” sind zwei Indizien, welche die Anordnung der Untersuchungshaft begründen.

Auf Anforderung des Staatsanwalts ordnete der Richter, für 7 der Gefangenen, Untersuchungshaft an und für 4 die Freilassung unter Auflagen. Gestern Nacht wurden die 7 ins Gefängnis ‚Soto de Real‘ verlegt, welches sich im Umkreis von Madrid befindet.
Der Richter hat entschieden die konkreten Anklagepunkte erstmal unter Verschluss zu halten, was bedeutet, das auch die Anwält_innen der Beschuldigten keinen Zugang dazu haben.

Von dem Inhalt des Urteil wurde öffentlich, dass die Beschuldigungen Bildung, Bewerbung, Führung und Zugehörigkeit einer terroristischen Organisation sind, sowie die Anschuldigung des Besitz und Aufbewahrung von explosiven und entzündbaren Gegegenständen. In sämtlichen Momenten bezog sich der Richter Gómez Bermúdez auf eine Untersuchung zu „organisierten anarchistischen Gruppen“(G.A.C.), welche vor zwei Jahren von den ‚Mossos d’Esquadra‘ (katalanische Polizei) eingeleitet wurde: „Ihre Mitglieder könnten mutmaßliche Urheber diverser Brand- und Sprengstoffanschläge sein, welche im gesamten Staatsgebiet ausgeübt wurden.“ Als Indiz dafür sieht Gómez Bermúdez 17 Campinggaskartuschen. Obwohl der Angeklagte aussagt diese für seine Wohnwagenküche zu benutzen, erscheint es dem Richter nicht logisch soviel gefährliches Material für den Hausgebrauch anzusammeln.

In dem Urteil bezog sich der Richter auf Berichte, die von einer Extra-Einheit der Mossos, welche anarchistische Gruppen überwachen, angefertigt wurden und in welchen steht: „die Untersuchungen ergaben, dass interne bürokratische Organisationsstrukturen existieren und dass es bestimmte Publikationen und Kommunikationsformen gibt.“
In diesem Sinne wird das Buch „Gegen die Demokratie“, welches die Mitglieder der Gruppe unter sich verteilt hätten, als weiteres Indiz gesehen. Außerdem benutzten die Beschuldigten „Mailadressen mit extremen Sicherheitsanforderungen, wie z.B der Server rise.up.“
Gómez Bermúdez sieht die Beschuldigten in Zusammenhang mit den angeblichen Brand- und Sprengstoffanschläge, welche den „organisierten anarchistischen Gruppen“ (G.A.C.) zugeschrieben werden. Auf den verschiedenen der Organisation vom Inhalt affinen Internetseiten wurden diese publik gemacht. In einem der Berichte mit dem Titel „Auswertung der relevanten Indizien, die beweisen, dass die G.A.C. eine terroristische Organisation sind“ steht, dass es mehrere Hinweise für existierende Ideologien und Strategien gibt, welche den Staat destabilisieren und den öffentlichen Frieden beeinträchtigen.

Vor dem Bundesgerichtshof in Madrid haben sich während des ganzen Tages ca. 100 Freund_innen und Familienangehörige der Gefangenen versammelt, bis die Polizei sie dazu gezwungen hat zu gehen, mit der Begründung, das keine Kundgebung angemeldet sei. Hinterher haben sie dann die Personalien der Leute aufgenommen.

Jaume Asens, ein Anwalt der Gefangenen der “Operation Pandora”, hat die Undurchsichtigkeit des Falls angeprangert und bestätigt, dass sein Mandant Stellung beziehen sollte, ohne überhaupt zu wissen, wessen er beschuldigt wird: “Die Mossos und die Staatsanwaltschaft sprechen von Terrorismus ohne weder auf die konkreten Straftaten noch die individuellen Vorwürfe, die jeden einzelnen unterstellt werden, genauer einzugehen”. Asens ist sich sicher, dass dies alles eine “Rache der Polizei und Justiz” sei. Gestern Abend und während des heutigen Tages gab es verschiedene Kundgebungen, um die gesamte Operation zu verurteilen. Weiterhin wird es am Samstag in Barcelona eine Demonstration gegen das Gesetz “Mordaza” (neues Gesetz gegen Demonstrationsfreiheit) geben.

Anwendung des Antiterror-Gesetzes

Die 11 Gefangenen haben sich in den verschieden Polizeiwachen der Aussage verweigert, bevor sie nach Madrid gebracht wurden, immer noch ohne zu wissen, was ihnen überhaupt vorgeworfen wird.
Bei ihnen wurde das Anti-Terror-Gesetz angewendet, trotzdem hatten sie Kontakt zu ihren Anwält_innen.

FREIHEIT FÜR ALLE GEFANGENEN!!!

Krikka Reggae

Krikka Reggae, italienische Reggae-Formation aus dem Umfeld von Roy Paci & Sud Sound System hat im Sommer schon ihr bereits viertes Scheibchen veröffentlicht. Es heisst „In viaggio“ und enthält 11 neue Songs, ua mit Gästen wie Zulu von 99 Posse oder eben auch Roy Paci.

www.krikkareggae.com

Neues Album von Che Sudaka & Tour

che hoy
Che Sudaka ist zurück! Nach der erfolgreichen Livetour 2014, kommt die Band aus Barcelona erneut für 8 Termine im Januar und Februar 2015. Mit im Gepäck: „Hoy“, das neue Album.
Gegründet im Jahr 2002 in der mediterranen Hafenstadt Barcelona, gilt Che Sudaka heute rund um den Globus als Flaggschiff der Mestizo-Musik: wo auch immer die zwei argentinischen Brüder Leo und Kachafaz und ihre beiden kolumbianischen Mitstreiter Cheko und Jota auftauchen, wird ihre Mischung aus Cumbia, Ska und Punk zur Party Garantie. Ihre aussagestarken und sozial-kritischen Texte, mit denen sie kulturelle, ideologische und physische Grenzen niederreißen und das menschliche Zusammenleben gegen politische und mediale Spaltung verteidigen, heben die Band von der Masse ab.
Die einstmals illegalen Immigranten in den Straßen Barcelonas wurden auf Festivals in vierzig Ländern eingeladen und haben mittlerweile rund anderthalbtausend Konzerte weltweit gespielt! Ihre musikalischen Wurzeln finden die vier Südamerikaner neben ihrer eigenen cultura popular vor allem in legendären Bands wie The Clash, Mano Negra oder Los Fabulosos Cadillacs. Überbordende Energie auf der Bühne ist ihr Markenzeichen, eine unaufhaltsame Dampfwalze, welche das Publikum sowohl zum Tanzen als auch zum Nachdenken anheizt: gemeinsam feiern, gemeinsam träumen, solidarisch leben! Dabei lässt sich die Band bewusst nicht vor politische Karren spannen sondern findet ihren Platz nah an den weltweiten sozialen Graswurzel-Bewegungen, in denen die Menschen eine Verbesserung ihrer Lebensbedingungen und eine stärke Einflussnahme auf politische Entscheidungen einfordern: Power to the people!

Che Sudaka ist eine Band mit Mission, eine Band die sich als Medium für das kollektive Bewusstsein begreift. Ihre Musik wird zur Waffe in einem gewaltfreien Kampf für eine solidarische Gesellschaft. Musik ist das Mittel zum Zweck, die universell verständliche Sprache für ihre Botschaften.

Ende 2014 veröffentlicht die Band mit „Hoy“ ihr sechstes Studioalbum und arbeitet ungebremst weiter an der Verwirklichung ihrer Träume. Von Kolumbien bis Osteuropa, von Mexiko bis Japan: Che Sudaka laden ein zur fiesta popular, und ihre eingeschworene Fangemeinschaft kann es kaum erwarten, wieder gemeinsam die Welt auf den Kopf zu stellen! (Text: chesudaka.com)

Tourdaten:
31.12.14, Ringlokschuppen Mülheim a. d. R.
16.01.15, Jazzhaus Freiburg
17.01.15, Alte Feuerwache Mannheim
18.01.15, Kulturzentrum franz.K Reutlingen
20.01.15, Universum Stuttgart
21.01.15, E-Werk Erlangen
22.01.15, Feierwerk München
23.01.15, SO36 Berlin
24.01.15, Scheune Dresden
28.01.15, WUK Wien
29.01.15, Kulturfabrik Kufstein
30.01.15, Spielboden Dornbirn
31.01.15, Weekender Innsbruck
04.02.15, Nachtleben Frankfurt
07.02.15, Gebäude 9 Köln
10.02.15, Bahnhof Langendreer Bochum
11.02.15, Lagerhaus Bremen
12.02.15, Fabrik Hamburg
13.02.15, Treibsand Lübeck

chesudaka.com