Archiv für Mai 2015

Ma Valise auf Tour!

Ma Valise / F. – Tournesi 2015
www.mavalise.com
Balkan-Dub-ReggaeSka-Afro-Chanson-Rock

29.5.: Saarbrücken – Festival Perspectives
30.5.: Frankfurt – Cafe Exzess
31.5.: Marburg – Kulturzentrum Waggonhalle
1.6.: Braunschweig – Nexus
2.6.: Hildesheim – Kulturfabrik Löseke NEU !
3.6.: Fulda – Kulturzentrum Kreuz
4.6.: Osnabrück – Lutherhaus
5.6.: Bochum – Kulturzentrum Bhf.-Langendreer
6.6.: Leverkusen – Kulturausbesserungswerk / KAW
7.6.: Karlsruhe – Alte Hackerei
8.6.: Augsburg – Ballonfabrik
9.6.: Reutlingen – Kulturzentrum FranzK.
10.6.: Nürnberg – DESI
11.6.: Jena – JG-Stadtmitte
12.6.: Ottersberg – Schützenhalle
13.6.: Bremerhaven – Kulturzentrum Pferdestall
14.6.: Düsseldorf – Kit-Cafe

6.8.: Oberhausen – Kulturzentrum Druckluft NEU !
7.8.: Magdeburg – Kulturzentrum Moritzhof NEU !
8.8.: Koblenz – Rhein in Flammen-Festival
9.8.: Wollmerschied – Tropen-Tango Festival NEU !

Keine Zukunft für Nazis – Antifaschistisches Bündnis „NOTDDZ2015“ ruft zu Blockaden auf

Am 06.06.2015 wollen Neonazis den „Tag der deutschen Zukunft“ (TDDZ) in Neuruppin begehen. In Hinblick auf die letzten TDDZs ist eine Anzahl von bis zu 500 Neonazis zu erwarten. Einem Aufmarsch mit derartigen Größe müssen sich Antifaschist*innen entschlossen in den Weg stellen. Daher ruft das Bündnis „NOTDDZ2015“ neben den bürgerlichen Protesten des zivilgesellschaftlichen Bündnises „Neuruppin bleibt bunt“ dazu auf den Aufmarsch zu blockieren. Damit soll verhindert werden, dass die rassistische Hetze auf die Straßen und in die Stadt Neuruppin getragen werden kann.

Die „Freien Kräfte Neuruppin/Osthavelland“ mobilisieren mit etlichen Flyer- und Transpiaktionen und kleineren Demonstrationen seit dem letzten TDDZ 2014 in Dresden für den Aufmarsch in Neuruppin. Das Bündnis „NOTDDZ2015“ rechnet mit vielen militanten und gewaltbereiten Neonazis. Insbesondere in Neuruppin und Umgebung sind gewaltbereite Neonazis aktiv, die nicht vor Übergriffen oder Hausangriffen zurückschrecken. Am 01. Mai dieses Jahres griffen militanten Neonazis in Saalfeld (Thüringen) eine Gegenkundgebung und eine Hausprojekt aus der Demonstration heraus an. Auch die Freien Kräfte Neuruppin/Osthavelland hatten sich an diesem Aufmarsch beteiligt. In der Vergangenheit sind Neonazis nach erfolgreichen antifaschistischen Blockaden oft auf andere Städte in der Umgebung ausgewichen und haben dort ohne großen Gegenprotest die Straßen für ihre menschenverachtende Propaganda genutzt, so auch in Neuruppin.

Blockaden sind das Mittel der Wahl, um den Neonazis keinen Fußbreit der Straße zu gewähren. „Es gibt kein Recht auf rechte Propaganda. Mittels erfolgreicher Blockaden können wir den Tag für uns entscheiden und den Nazis damit in die Suppe spucken. Wir sind entschlossen den sogenannten ‘Tag der deutschen Zukunft’ erstmals zu verhindern. Mut machen uns die zahlreichen Antifaschist*innen aus dem ganzen Bundesgebiet die ihr Kommen angekündigt haben.“, so eine Sprecherin des Bündnisses. Die bundesweite Solidarität mit den Neuruppiner Antifaschist*innen wird ausschlaggebend für den Erfolg am 06.06.2015 sein.

„Daher rufen wir alle Antifaschist*innen auf uns am 06.06.2015 in Neuruppin zu unterstützen. Wir sind viele!“ so weiter eine Sprecherin vom Bündnis „NOTDDZ2015“.

Neben den antifaschistischen Blockaden wird es am Tag seitens des bürgerlichen Bündnis „Neuruppin bleibt bunt“ ein Fest sowie eine Demonstration unter dem Motto „Vielfalt ist unsere Zukunft“ geben.

http://neuruppin.no-tddz.org

Solidarität mit der selbstverwalteten Fliesenfabrik Zanon in Neuquén / Argentinien!

Der Fliesenfabrik Zanon, einem der bekanntesten der übernommenen Betriebe in Argentinien, droht wegen der Weigerung der Regierung, bereits zugesicherte Kredite auszuzahlen, das ökonomische Aus. Die inzwischen hoffnungslos veraltete Maschinerie bedarf dringend einer Erneuerung.
Hier die Übersetzung ihres Briefes:

Die Arbeiterselbstverwaltung der ehemaligen Fabrik Cerámica Zanon besteht seit 13 Jahren. Als die Chefs diese Fabrik Ende 2001 mit einem betrügerischen Konkurs verließen, haben wir sie mit 250 Arbeiter*innen besetzt und wieder ans Laufen gebracht. Ohne unseren Kampf und die Unterstützung der Bevölkerung wäre von dieser Fabrik nur eine leere Halle voll Schrott übriggeblieben. Um gegen die Arbeitslosigkeit zu kämpfen, organisierten wir uns in Versammlungen und öffneten die größte Fabrik Neuquéns für die Bevölkerung. Während wir nach und nach die Produktionslinien in Gang brachten, organisierten wir gleichzeitig Konzerte, Ausstellungen und viele soziale Aktivitäten. Wir konnten vier Räumungsbefehle abwenden und waren mehrfach heftiger Repression ausgesetzt. Mit dem Hochfahren der Produktion schufen wir zig Arbeitsplätze. Nach Jahren von Auseinandersetzungen wurde 2009 die Enteignung der Fabrik im Parlament verabschiedet. 2013 wurde die Fabrik schließlich vollständig in Arbeiterhand übergeben.

Heute sind wir 450 Arbeiterfamilien, die in der Kooperative FaSinPat (Fábrica Sin Patrones – Fabrik ohne Chefs) organisiert sind und dort unseren Lebensunterhalt verdienen. Aber die Fabrik ist bedroht, und damit auch unsere Zukunft. Die Maschinerie ist inzwischen veraltet. Dies erschwert die Produktion und treibt den Energieverbrauch in astronomische Höhen. Alle anderen Keramikfabriken konnten in diesen Jahren ihre Technologie mit Mitteln der Landes- und der Provinzregierungen erneuern – von der direkt neben uns befindlichen Fabrik Cerámica Neuquén bis zu Cerámica Alberdi in Salta (deren Bau vollständig von der Landesregierung finanziert wurde). Wir haben unseren Plan zur technologischen Erneuerung 2013 bei der Regierung eingereicht und wurden in das Kreditprogramm zum Bicentenario (Zweihundertjahrfeier der Unabhängigkeit Argentiniens) aufgenommen. Nach diesem Programm wurden mehr als 11 Milliarden argentinische Pesos an 500 Unternehmen ausgeschüttet, von denen viele zu Multis gehören (wie Toyota, Carraro oder Metalpar). Während die Situation in unserer Fabrik immer schwieriger wurde, verlangten sie von uns immer weitere Papiere (die wir alle abgegeben haben). Im Januar 2015 sagten uns Regierungsbeamte schließlich, dass sie uns den benötigten Kredit aus dem Programm Fondear (der Fortsetzung des Bicentenario-Programms) nicht geben würden. Wir hakten nach und wurden am 25. Februar in den Regierungspalast Casa Rosada eingeladen, wo uns Kabinettschef Jorge Capitanich im Beisein von Beamten des Wirtschaftsministeriums mitteilte (und zwar öffentlich), dass sie uns über Fondear einen Kredit von 32 Millionen argentinischer Pesos für die technologische Erneuerung geben würden, aufgeteilt in zwei Raten, die Ende März und Anfang April ausgezahlt würden. Dieser Termin ist bereits verstrichen, aber der Kredit ist nicht angekommen. Am 31. März versicherte Wirtschaftsminister Kiciloff uns in Neuquén, dass die Kreditzusage der Regierung umgesetzt würde. Aber am 8. April bestellten sie uns zum Wirtschaftsministerium und teilten uns mit, dass sie den Fondear-Kredit nicht auszahlen würden.

Wir Arbeiterinnen und Arbeiter von Zanon wollen nichts geschenkt haben. Wir fordern vom Staat nichts anderes als einen Kredit für den Kauf von Maschinerie und die technologische Erneuerung eines Teils der Fabrik. Dies ist unserer Meinung nach eine gerechtfertigte Forderung, um die Produktion weiterführen und die Arbeitsplätze erhalten zu können.

Wir würden uns freuen, wenn Sie / Ihr unsere Forderung unterstützen würdet.

Kontakt zu den compañer@s von Zanon: prensaobrerosdezanon@neunet.com.ar

Facebook: Zanon Fasinpat Soecn

Informationen auf deutsch: http://www.labournet.de

Hier zwei Videos mit Manu Chao, der aus Solidarität zum zehnten Jahrestag der Besetzung im November 2011 im Hof der Fabrik spielte.