Archiv für September 2019

Neue Raggabund Single: „Grenzenlos“

Neue Single-EP mit „Grenzenlos“ und 2 neue bisher unveröffentlichte Songs!!!

„Wann sind wir Grenzen los?“

Taken from the album ALLES AUF PUMP (Erste Welt Records 2019) / Written & Produced by Raggabund & The Dubby Conquerors / Actor: Jona Dejaco / Director: Lorenz Klapfer / Camera & Postproduction: Moritz Kluth

Songtext:

Wie du fühlst und wie du denkst, und wie du hoffst ist grenzenlos. Wie du bist und wie du liebst, und wie wir fliegen ist grenzenlos. Wie wir sind und was wir wollen, woher wir kommen ist grenzenlos. Wann sind wir grenzenlos?

Wie du träumst und wie du lebst, und wie du schwebst ist grenzenlos. Wie du gehst und wie du blickst. Wie wir uns sehen ist grenzenlos. Diese Welt und die Natur, alles erscheint so grenzenlos. Wann sind wir grenzenlos?

Kannst du sie hören, diese Stimmen? Denn sie schreien Grenzen gross. Sie wüten wild und mauern mehr, denn sie wollen Grenzen gross. Nord und Ost, ob Süd, ob West. Überall sind Grenzen bloss. Wann sind wir Grenzen los?

Wir trauern um Iñigo Muguruza

Iñigo Muguruza ist am 5. September 20019 gestorben! Wir sind sehr traurig über seinen viel zu frühen Tod.
Iñigo war ein supersympathischer und lustiger Mensch, den wir durch die von uns organisierte Deutschland-Tour mit Sagarroi kennen und schätzen lernen durften.
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Sein Leben war ein Stück baskische Musikgeschichte. Er spielte bei Kortatu, Negu Gorriak, Delirium Tremens und Joxe Ripiau.
Mit Kortatu, die er 1984 zusammen mit seinem Bruder Fermin Muguruza und Treku Armendáriz gründete, war er Teil der wohl bekanntesten baskischen (Punk-)Rock-Band. Kortatu waren Pioniere, sie führten den Ska ins Baskenland oder sogar den spanischen Staat ein. Hits wie „Sarri, Sarri“, „Zu atrapatu arte“ oder „Nicaragua Sandinista“ gingen um die Welt.
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Negu Gorriak, ebenfalls mit seinem Bruder Fermin und darüberhinaus mit Kaki Arkarazo, Mikel Kazalis und Mikel Abrego, fusionierte dann Rap mit Rock, Reggae, Hardcore und Funk. Negu Gorriak waren Internationalisten, eine Tour führte sie nach El Salvador, um die FMLN zu unterstützen. Iñigo selbst arbeitete einige Jahre zuvor bereits für ein paar Monate als Brigadist in Kampagnen der Frente Sandinista de Liberación Nacional (FSLN) in Nicaragua.
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1996 gründete Iñigo dann zusammen mit seinem anderen Bruder Jabier Muguruza und Sergio Ordóñez die Band Joxe Ripiau, inspiriert von einer Reise nach Puerto Rico. Später stiess noch Trombonist Asier Ituarte zu der Band, mit dem Iñigo dann auch später Sagarroi gründete.
Bei Joxe Ripiau übernahm Iñigo dann erstmals den Frontpart, dh den Gesang.
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Joxe Ripiau war eine für unsere musikalische Entwicklung sehr prägende Band, die verspielt karibische Sounds mit baskischen (Folklore-) Elementen fusioniert hat. Joxe Ripiau entfachten mit ihrem Sound unsere Liebe zu karibischer als auch baskischer Musik. Uns beeindruckte, wie treibend, abwechslungsreich und verspielt Musik ohne Gitarren sein kann.

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Nach 4 Alben war 2000 leider Schluss mit Joxe Ripiau und Iñigo startete Sagarroi, die wieder zurück zu seinen Punk-Rock Wurzeln führen sollte, jedoch bald auch wieder Ska, Reggae und lateinamerikanische Einflüsse in ihren Sound aufnahmen. 2005 kamen sie dann auf unsere Einladung auf eine kleine Tour, die sie nach Köln, Bochum, Hamburg, Kiel und Berlin bringen sollte.
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2010 lösten sich Sagarroi leider auf.
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Iñigo begann 2013 (bis 2017) das Projekt Lurra, eine akustische Band, die nur ein Album aufnahm.
Bis zuletzt – trotz diagnostizierter Multiple Sklerose (MS) im Jahre 2015 – blieb Iñigo Musiker. Hiru Leike war sein letztes Projekt.
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Wir werden Iñigo für immer in unseren Herzen und Köpfen bewahren. Nicht vergessen werden wir sein Charisma, seine Intelligenz und seine Witze, sein Lächeln und seine Stimme, seine Songs. Unvergessen auch sein Auftritt bei unserem 10 Jahre Lucha Amada-Fest in Berlin, wo er sich die Bühne wieder mit Fermin Muguruza teilte. Danke Iñigo, für alles! Agur companero!
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Kortatu:

Negu Gorriak:

Joxe Ripiau:

Sagarroi – Nahi Dudan Guztia:

Hier gibt es noch eine (auf youtube mehrteilige) Doku über Iñigo Muguruza: