Archiv der Kategorie 'dates'

Lucha Amada in Berlin

next dates…
even more to come soon…
lucha 4

Die neue ila ist da

ila409
Liebe Kolleg*innen, Freund*innen und Lateinamerika-Interessierte,

für die kühler werdenden Tage präsentieren wir neuen Lesestoff über ein hitzig debattiertes Thema: Die neue ila, Nr. 409 Oktober (2017) mit dem Schwerpunkt „Migration“!
Außerdem in der Nummer: El Salvador – Wegen Abtreibung verurteilt: Besuch bei Frauen im Gefängnis Ilopango; Argentinien – Das Verschwinden des Santiago Maldonado; „Damit niemand redet“ – Straflosigkeit in Uruguay u.v.m.

Auf Grund der Aktualität des Themas, diesmal ein längerer Ausschnitt aus dem Editorial der ila Nr. 409:

„Trotz seiner vollmundigen Rhetorik schlägt Donald Trump keineswegs ein neues Kapitel in der US-amerikanischen Einwanderungspolitik auf.
[…]
Und dennoch ist etwas neu in der Ära Trump. Wie viele Migrant*innen in die USA kommen, wie die Zuwanderung begrenzt werden kann und wie viele Eingewanderte am Ende deportiert werden, ist für Trump letztlich zweitrangig. Anders als seine Vorgänger interessiert ihn an der Frage der Migration vor allem das innenpolitische Mobilisierungspotential. Da trifft er sich mit seinen rechten Kamerad*innen in der AfD, der französischen FN, der Schweizer SVP, der österreichischen FPÖ (und neuerdings auch ÖVP), der ungarischen Fidesz, der britischen UKIP und wie die entsprechenden Gruppierungen sonst noch heißen.

Ein Kennzeichen der neoliberalen Politik der vergangenen Jahrzehnte war der Abbau der Sozialsysteme. Das erzeugt Verunsicherung und Ängste. Was wird aus der Familie, wenn ein*e Verdiener*in arbeitslos oder erwerbsunfähig wird? Können wir im Alter mit unseren Renten unseren Lebensstandard sichern? Werde ich in der immer spürbarer werdenden Zwei-Klassen-Medizin angemessen versorgt werden, wenn ich krank werde? Auf diese Fragen und Ängste geben die konservativen, liberalen und auch sozialdemokratischen Politiker*innen keine Antworten oder empfehlen zynisch mehr „private Vorsorge“, die für die meisten Gering- oder Normalverdiener*innen kaum finanzierbar, aber für Banken und Versicherungskonzerne ein lukratives Geschäft ist. Dann treten die Trumps & Co. auf den Plan und suggerieren, dass sie die „Sorgen der Bürger*innen“ ernst nehmen. Sie benennen auch gleich den Grund des Übels: die Migrant*innen und damit die „Zuwanderung in die Sozialsysteme“. Deshalb müssten ständig Leistungen eingeschränkt werden. Damit treffen sie soziale Ängste, appellieren an den latent vorhandenen Rassismus und rufen zudem verfestigte Stereotype wie das des kriminellen Ausländers ab.

Rassismus und Hass auf Flüchtlinge werden so zur Klammer, die reaktionäre Bürger*innen, wütende Kleinbürger*innen und ängstliche Arbeiter*innen vereint und sie für Politiker*innen und Parteien mobilisiert, die mit sozialer Gerechtigkeit und aktiver Sozialpolitik nichts im Sinn haben. Sowohl Trump als auch die AfD oder die FPÖ stehen für eine radikalliberale Wirtschaftspolitik, die mehr soziale Ungleichheit produzieren wird. Sie sehen es als „Recht“ von Unternehmen aus ihren Ländern an, überall auf der Welt ohne Einschränkungen zu agieren, Geschäfte zu machen, Land zu erwerben, Waffen zu verkaufen und Rohstoffe ausbeuten zu können. Wenn das zu Umweltschäden, Zerstörung wirtschaftlicher Strukturen und Lebensgrundlagen oder Vertreibungen führt, ist das halt so. Wenn aber die Menschen in der Folge weggehen und anderswo Sicherheit und bessere Lebensbedingungen suchen, dann sollen sie gestoppt werden. Diesen Zynismus gilt es aufzudecken! Flüchtlinge haben alles Recht, bessere Plätze zum Leben zu suchen. Ihre Selbstorganisation und ihre Kämpfe für sichere Perspektiven gilt es zu unterstützen. Gestoppt werden müssen jene, die Tag für Tag Fluchtursachen produzieren, ebenso wie jene, die den Hass auf Migrant*innen mobilisieren, um daraus politisches Kapital zu schlagen.“

Der Schwerpunkt „Migration“ der ila 409 hat einen Umfang von 36 Seiten (das gesamte Heft 56 Seiten) und kann zum Preis von 6,00 Euro bei der ila (Heerstraße 205, 53111 Bonn, Tel 0228-658613, E-Mail vertrieb@ila-bonn.de, Internet: www.ila-web.de bestellt werden.

Sidi Wacho auf Tour!

- 20/10 : PFERDESTALL – BREMERHAVEN -
- 21/10 : CLASH – BERLIN -
- 27/10 : HORS & EBEN – LEIPZIG –
- 28/10 : TREIBSAND – LÜBECK -

Die Idee für das in Lille/Frankreich und Santiago de Chile ansässige Projekt entstand 2015 in Santiago, als Saidou, MC der französischen Band „Ministère des Affaires Populaires“ während einer Reise durch Lateinamerika auf den Cumbiero Juanito Ayala sowie weitere chilenische Musiker traf und als bald entstand Sidi Wacho.

Sidi Wacho
ist nicht Cumbia, kein Rap, keine Balkanmusik, aber es trägt alles in sich … engagierte und pikante Texte sind geprägt von sozialen Themen erinnern an die Zapatistas & „La Lucha Sigue“.

Anfang 2016 veröffentlichten die Musiker ihr erstes Album „Libre“ und seitdem touren sie mit ihrer hochenergetisch-tanzbaren Musik durch Europa, Kanada, Chile, Cabo Verde…

Das neue Album ist für 2018 geplant. Vorher kommt die Band aber nochmal im Oktober nach Deutschland, um positive Energie und jede Menge „Buena Onda“ zu verbreiten.

Neues Video von Fermin Muguruza

Barcelona antifascista!

Che Sudaka – Almas Rebeldes

che sudaka almas
Cumbia-Ska-Punk aus Barcelona.
Drei Jahre sind ins Land gegangen seit der Veröffentlichung von “Hoy”, dem letzten Studioalbum von Che Sudaka, welches die Band als unumstrittene Referenz des Cumbia-Ska-Punk weltweit konsolidiert hat.
Mitten in den Feierlichkeiten ihres 15. Band-Jubiläums geben die vier Brüder aus Argentinien und Kolumbien nun die Veröffentlichung ihres siebten offiziellen Studio-Albums im November 2017 bekannt. Der gewählte Album-Titel bringt, wie kaum ein anderer, die Geschichte Che Sudaka´s auf den Punkt: „Almas Rebeldes“ (auf deutsch: Rebellische Seelen).
Dieser Titel ist, in den Worten der Band, ein „Gruß an all jene Seelen, die gegen das Gefühl der Ohnmacht rebellieren und trotz der durchgedrehten Gesellschaft, in der wir heutzutage leben, weiterhin daran glauben, dass wir alle letztendlich eins sind!“ (Che Sudaka)
Mit diesem neuen Werk lässt Che Sudaka die durchlebten Abenteuer Revue passieren und zeigt sich dankbar für die empfangene Zuneigung. „Almas Rebeldes“ ist eine Bestandsaufnahme, ohne der Vergangenheit verhaftet zu bleiben. Das Album vereint zehn der besten Songs ihrer fünfzehn Jahre als Band, welche noch einmal komplett neu im eigenen Studio „Cavernicola Records“ eingespielt und durch drei noch unveröffentlichte neue Songs ergänzt wurden. Die enthaltenen Botschaften erweisen sich zudem als brandaktuell.
„Die Entscheidung, eine Art “Best Of” zu produzieren, entstand aus unserer Liebe zu diesen Songs. Wir waren überzeugt, ihnen heute endlich wirklich gerecht werden zu können, weil uns unser aktueller Sound begeistert. Als Auswahlkriterium haben wir uns an den Songs orientiert, die wir auch in unserem aktuellen Live-Set spielen. Mit dem Resultat der neuen Versionen sind wir sehr glücklich, mal davon abgesehen, dass wir fantastische Gäste einladen konnten, wie z.B. Manu Chao, Amparo Sánchez, Dr. Ring Ding, El Gran Silencio, Bnegao…und viele, viele mehr!!!“ (Che Sudaka)
Che Sudaka hat das Publikum nicht nur an eine der energiegeladensten Live-Shows der letzten Dekade gewöhnt, sondern sich auch in der Einführung elektronischer Elemente in Form der „makina-punk“ (auf deutsch: Punk-Maschine) hervor getan. So spiegelt „Almas Rebeldes“ hunderprozentig ihre Suche nach einem eigenen, authentischen und wiedererkennbaren Sound wider: einem Mix aus lateinamerikanischer Folklore, jamaikanischen Rhythmen, Punk-Attitüde und den elektronischen Spielzeugen eines Soundsystems. Das Album bringt jeden dance floor zum Kochen und regt gleichzeit zum Nachdenken über den Zustand der Welt und unser menschliches Wesen an… Che Sudaka bleibt dem Motto treu: „Bailar pensando!“ („Tanzen und denken“)
Alle Songs wurden von von Sergio „Cheko“ Morales zwischen Mai 2016 und März 2017 im bandeigenen Studio „Cavernicola Records“ in Sabadell (Barcelona) aufgenommen und gemischt, sowie gemastert von Yves Russel.
Das Album-Cover von “Almas Rebeldes” ist ein Werk des venezolanischen Künstlers Pablo Kalaka, welchen die Musiker kennen lernten, als dieser ein Graffiti für die Gedenkstätte des Vereins H.I.JO.S. im Barcelonaer Stadtteil Raval malte. Das Bild vereint einige der Schlüssel-Elemente aus Che Sudaka´s Philosophie: Menschen, Frieden, Kultur und unsere Macht, heute zu säen was wir morgen ernten… „Das Album-Cover ist eine Hommage an alle Frauen und Männer, die Tag für Tag aufstehen, um das Land zu kultivieren… auf ihnen ruht unsere Hoffnung auf eine bessere Welt…“(Che Sudaka)
Fünfzehn Jahre Che Sudaka sind fünfzehn Jahre einer konstanten (R)evolution der Gedanken und Gefühle, einer positiven und kollektiven Energie, einer globalen Bewegung, der sich immer mehr almas rebeldes anschließen. Und dieses neue Album ist der Soundtrack zu ihrem Leben !

VÖ-Termin: 10/11/2017