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Neue ila erschienen: Nr. 416, Juni 2018 zum Thema „Reggaetón“!

Liebe Kolleg*innen, Freund*innen und Lateinamerika-Interessierte,

der Sommer ist dieses Jahr früh gekommen – und bald wird sich auch zeigen, welcher Song das Zeug zum Sommerhit 2018 hat. Der Hit, vor dem es letztes Jahr kein Entrinnen gab, war „Despacitó“ von Luis Fonsi und Daddy Yankee – ein Reggaetón-Stück!

ila reggaeton

Dazu Auszüge aus dem Editorial der Juni-ila:

„Ein bekannter Radiosender rief einen „Despacito-Tag“ ins Leben, in dem unter anderem weltweite Cover-Versionen von „Despacito“ vorgestellt wurden (was durchaus Unterhaltungswert hatte); ein Youtube-Video ging viral, in dem italienische Komiker im Auto sitzen und über den Song lästern, ihn aber am Schluss doch alle abfeiern, inklusive Perreo-Tanz mit halbnacktem Popo an der Windschutzscheibe. Und Venezuelas abgehalfterter Präsident Maduro versuchte die Popularität des Hit-Songs für seine Zwecke zu nutzen und warb mit umgedichtetem Text für sein Verfassungsreferendum. Musikwissenschaftler und Blogger schreiben vom „Despacito-Effekt“ und meinen damit, dass durch diesen Mega-Hit nun erstmalig ein lateinamerikanisches Musik-Genre in aller Ohren ist und damit die englischsprachige Vorherrschaft auf dem Mainstream-Musikmarkt geknackt hat. Party-Veranstalter bestätigen, dass seit letztem Sommer ihre Reggaetón-Parties noch mehr Zulauf bekommen haben. Wer dieses Jahr zufällig in Spanien unterwegs ist, hört Reggaetón überall, im Hintergrund oder Vordergrund: im Supermarkt, im Restaurant, im Kaufhaus, an der Strandbar. Und der Song zur Fußball-WM 2018, „Live it up“, wird interpretiert von Will Smith, Era Istrefi und Nicky Jam. Letzterer übrigens ein Reggaetonero der ersten Stunde, der auf eine über 20 Jahre lange Musikerkarriere zurückblickt.

Reggaetón ist heute so kommerziell erfolgreich wie nie zuvor, wozu sicherlich beigetragen hat, dass sich der Sound, die Performance und die Inhalte dem Markt angepasst haben; das Ganze ist heute weichgespülter als noch vor 10,20 oder 25 Jahren. (…)

Reggaetón hat eine wechselvolle Geschichte; bei dessen Entstehung und Weiterentwicklung spielten Migrationsbewegungen in der Karibik und die Lebensbedingungen marginalisierter Bevölkerungsgruppen (in Puerto Rico oder in der US-amerikanischen Diaspora) eine wichtige Rolle. Gleichzeitig hat Reggaetón schon immer polarisiert und hitzige Debatten provoziert, vor allem wegen seiner zum Teil (extrem) frauenfeindlichen Songtexte und Darstellungsformen. Kriminalisierungs- und Zensurversuche richteten sich gegen Sexismus und Gewaltverherrlichung. (…)

Jenseits des Mainstreams hat es schon immer kritische Künstler*innen im Reggaetón gegeben, die viel über die gesellschaftspolitische Situation in den verschiedenen Ländern vermitteln und kulturpolitische Debatten anstoßen. Und mittlerweile melden sich zum Glück immer mehr weibliche Stimmen zu Wort, die zum Teil stereotype Rollenklischees bedienen, zum Teil das patriarchale Genre mit ihren Texten und Performances unterwandern. Einige von ihnen und die unbekannteren Kapitel in der Geschichte des Reggaetón stellen wir in diesem ila-Schwerpunkt vor.

Der Schwerpunkt „Reggaetón“ der ila 416 hat einen Umfang von 32 Seiten (das gesamte Heft 52 Seiten) und kann zum Preis von 6,00 Euro bei der ila (Heerstraße 205, 53111 Bonn, Tel 0228-658613, E-Mail vertrieb@ila-bonn.de, Internet: www.ila-web.de bestellt werden.

Neuer Song von DEMOCRAZY

A Tribute to Punk – compiled by Lucha Amada

tribute punk party

09.06. Berlin, Clash (Gneisenaustr. 2a, Kreuzberg), 22 Uhr:
FIESTA LUCHA AMADA ESPECIAL:
Release-Party „A Tribute to Punk – compiled by Lucha Amada“

Wir feiern das Erscheinen unserer neuen Compilation: auf „A Tribute to Punk – compiled by Lucha Amada“ covern 25 Bands aus den Bereichen Ska,
Cumbia, Reggae, Dub und Mestizo einen ihrer Lieblingssongs und zollen so ihrem Punk-Einfluss Tribut.
„A Tribute to Punk – compiled by Lucha Amada“ wird als Doppel-CD im Buchformat und auch als Doppel-LP auf dem Label Jump Up erscheinen.

Unter anderen sind folgende Bands vertreten: Dubioza kolektiv, Cuatro Pesos de Propina, Le Peuple de L´Herbe, Flor del Fango, Arpioni, Che Sudaka, Agrupacion Ilegal Los Imparciales, Ma Valise.

Am 09. Juni im Clash werden sowohl Songs der Compilation als auch einige Originale gespielt.

SARA HEBE auf Tour!

SARA HEBE ist eine der talentiertesten Cumbia-Rapperinnen Lateinamerikas. Ihre Lyrics sind
Gedichte der Stadt, des Kampfes, des Feminismus, der Ungleichheit und eine Kritik an den
bestehenden Verhältnissen. Ihre Fähigkeit: diese roh und energisch, gleichzeitig mit Stil und
Poesie zu rappen. Musikalisch bricht sie mit ihrem Beatbastler Ramiro Jota die Grenzen zwischen
Cumbia, Rap, Hip Hop, Dancehall, Reggae und Punk Rock auf, setzt sie neu zusammen und
verbindet sie zu einem abwechslungsreichen und unverkennbaren Ganzen. Kein Fuß, keine Bein,
kein Kopf die ruhig bei ihren Klängen bleiben.
sara
Nach 3 Alben, Touren durch Lateinamerika und Europa kommt Sara Hebe mit ihrem Beatbastler
und Gitarristen Ramiro Jota und Drummer und Percussionisten Edu Morote 2018 auf Europatour.
Das Power-Trio aus Buenos Aires ist bereit Europas Bühnen zum beben und die Menschen zum
ausrasten zu bringen. Schnürt die Tanzschuhe, hebt die Fäuste und lasst die Hüften kreisen.

01.06. Hannover, Masala Festival
02.06. Ellerdorf, Wilwarin Festival
03.06. Hamburg, Druckerei im Gängeviertel
06.06. Bremen, Schwankhalle
07.06. Leverkusen, KAW
08.06. Darmstadt, Öttinger Villa
09.06. Freiburg, Radio Dreyeckland Open Air
10.06. CH-Luzern, Wagenplatz
12.06. CH-Genf, L´Usine
14.06. CH-Bern, Rössli
15.06. Augsburg, Ballonfabrik
16.06. Heidelberg, Villa Nachttanz
17.06. Nürnberg, Desi
21.06. FR-Pau, Fete de la musique
22.06. Potsdam, Kuze
23.06. Berlin, Fest der Linken
29.06. Lärz, Fusion Festival
14.07. FR-Avigon, Avignon Off
15.07. FR-Avigon, Avignon Off
20.07. IT-Rome, Forte Prenestino
27.07. München, Muffathalle

sarahebe.bandcamp.com/album/puentera

BOIKOT – Hablarán Las Calles

BOIKOT haben ein neues Lied samt Video veröffentlicht. Bei „Hablarán Las Calles“ teilen sie sich das Mikro mit befreundeten Sängern von Aspencat, Zoo, Los Chikos del Maíz und La Raíz.