Kartenverlosung: Amparanoia in Berlin

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Amparanoia sind ja 20 Jahre nach Erscheinen ihres Debut-Albums “El Poder de Machin” wieder zurückgekehrt. Nun kommen sie ins Lido nach Berlin. Für das Konzert am 25.01. verlosen wir 3×2 Karten!
Einfach bis zum 22.01. eine mail an luchaamada@riseup.net schicken – mit der Antwort auf diese sehr einfache Frage: Mit welcher Band nahm Amparanoia 2017 eine neue Version von „Buen Rollito“ auf?

Gegen die Mauern des Kapitalismus

In Mexiko halten Zapatistas zweiten kritischen Wissenschaftskongress ab und gedenken des Aufstandes von 1994

San Cristóbal, Chiapas. In einem Tross von Kleingruppen erreichen wir morgens die autonome »Universität der Erde« am
Rande der zweitgrößten Stadt des südmexikanischen Bundesstaates Chiapas. Wie immer geht es gelassen und sehr gut
organisiert zu, wenn die Zapatistische Armee zur nationalen Befreiung (EZLN) zu einem Treffen aufruft.
Wir besuchen den zweiten kritischen Wissenschaftskongress »ConCiencias« (etwa: Wissenschaften mit Bewusstsein) mit dem
Thema »Die Wissenschaften gegen die Mauer«; gemeint sind die vielfältigen ausbeutenden und ausschließenden
Mechanismen des kapitalistischen Systems. 51 Wissenschaftler*innen aus Deutschland, Frankreich, Kanada, Mexiko,
Österreich, Uruguay und den USA beschäftigen sich an vier Tagen kapitalismus- und patriarchatskritisch mit
naturwissenschaftlichen Disziplinen wie Agrarökologie, Astrophysik, Astronomie, Biologie, Kosmologie, Ökologie, Bodenkunde,
Physik, Genetik, Geophysik, Mathematik, Medizin, Mikrobiologie, Neurowissenschaften, Optik und weiteren Fachbereichen.

Passend zum jüngst deutlich verschärften Sicherheitsgesetz, das den Militärs einen Freibrief für den Einsatz im Inneren wie in
einer Diktatur gibt, beschreibt die Chemie-Ingenieurin Fabiola Méndez äußerst faktenreich die exponentiell zunehmende
Zusammenarbeit von Wissenschaften unterschiedlichster Fachbereiche und Militärs und kommt zu dem Schluss: »Die
kapitalistische Hydra bereitet sich auf ihre Verteidigung vor. Dagegen müssen wir solidarische Wissenschaften setzen.« Viele
Beiträge fordern mehr Kollektivität in der Wissenschaft, klare Linien gegen das herrschende System, mehr Ethik, mehr
Interdisziplinarität, den Bruch mit dem akademischen Elfenbeinturm und konkrete Schritte, wie die Gründung antikapitalistischer
Institute, um dies voranzubringen.

conciencas

Neben den 100 zapatistischen Frauen und 100 Männern, die als Delegierte aus ihren Gemeinden teilnehmen und die neuen
Informationen später vor Ort weitergeben sollen, nehmen knapp 900 Zuhörerinnen und Zuhörer aus unterschiedlichen Ländern
teil.
Arturo, Lehrer aus Argentinien, hält das Treffen für wichtig: »Ich war schon beim ersten ConCiencias und einigen Vortragenden
ist es tatsächlich gelungen, die Fragen der zapatistischen Delegierten vom vergangenen Jahr gut zu beantworten, wie zum
Beispiel Remy Freissart aus Frankreich.« Freissart erläuterte in seinem Vortrag »Für eine rebellische und autonome Medizin«,
wie Bakteriophagen Antibiotika ersetzen können, um Parasiten zu bekämpfen und unterstrich, dass die entsprechenden Mittel
leicht herzustellen seien.
Nadja, Studentin aus den Niederlanden, ist zum ersten Mal auf einem zapatistischen Treffen: »Ich bin total geflasht vom
Kongress. Allein der Ort, die Universität der Erde, was die Jugendlichen hier alles lernen können: Autos schrauben, Soziologie,
Nähen, Agrarökologie, Computerbedienung, Musikinstrumente spielen etc. Die Mehrheit der Themen finde ich gut, einige sehr
gut. Ein paar Beiträge waren leider klassische Uni-Vorträge, da wurde zu schnell gesprochen und viele Begriffe wurden
vorausgesetzt.«
Diana, Biologin aus Mexiko-Stadt, betont: »Dass die junge Generation in der EZLN diesen Raum geöffnet hat, ist für mich eine
unglaubliche Möglichkeit! Ich kann Leute aus vielen Teilen der Welt kennenlernen und diskutieren, wie wir die Wissenschaften
immer mehr in den Kampf einbeziehen – gerade angesichts des neuen Gesetzes zur Biodiversität, dass den Konzernen Tür
und Tor für Biopiraterie und den Einsatz von Gentechnik öffnet.«

Abgerundet werden die Tage durch politisch-analytische und teils humoristische Einlassungen von Subcomandante Galeano
(ehemals Subcomandante Marcos, d. Red.) sowie durch Reden von zapatistischen Frauen aus den fünf Einflusszonen der
EZLN, in denen sie die Auswirkungen von Kapitalismus und Patriarchat geißeln und selbstbewusst auf das bisher Erreichte im
rebellischen Gebiet verweisen.

Den größten Beifall erhält der Beitrag der EZLN-Comandantas Jessica, Esmeralda, Lucía und Zenaida: »Wir wissen gut, dass
das schlechte System uns nicht nur als menschliche Wesen ausbeutet, unterdrückt, beraubt und verachtet; es unterdrückt,
beraubt, verachtet und beutet uns zusätzlich als Frauen, die wir sind, aus. Jetzt ist es noch schlimmer, denn nun ermorden sie
uns weltweit. Die Mörder – die immer das System mit seinem Macho-Gesicht verkörpern – stört es nicht, dass sie uns
umbringen. Sie werden dafür von Polizisten, Richtern, Medien und den schlechten Regierungen – all denjenigen dort oben, die
auf Kosten unserer Schmerzen das sind, was sie sind – gedeckt, unsichtbar gemacht und sogar belohnt.« Unter großem Jubel
kündigten sie das »Erste internationale politische, künstlerische, sportliche und kulturelle Treffen der Frauen, die kämpfen« für
kommenden März an.

Zum Jahreswechsel feierten Tausende Zapatistas und Sympathisant*innen in ihren selbstverwalteten Hauptsitzen den 24.
Jahrestag ihres »Krieges gegen das Vergessen«, der am 1. Januar 1994 – zeitgleich mit dem Inkrafttreten des neoliberalen
Freihandelsabkommens NAFTA zwischen Kanada, Mexiko und den USA – begonnen wurde. Subcomandante Moisés schloss in
Oventik mit den Worten: »Wir sind uns sicher. Wenn die Menschen sich organisieren und kämpfen, werden wir das erreichen,
was wir wollen, was wir verdienen: unsere Freiheit.«

* Luz Kerkeling, Chiapas

Alle Beiträge auf Spanisch: http://radiozapatista.org/
URL: https://www.neues-deutschland.de/artikel/1075087.wirtschaftskongress-der-zapatisten-gegen-die-mauern-des-
kapitalismus.html

Quelle: Sozialistische Tageszeitung neues deutschland / 04.01.2018 / Seite 8

Che Sudaka – Almas Rebeldes & Tour

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Che Sudaka kommen mit ihrem neuen Album „Almas Rebeldes“ auf Tour. Das Album ist eine Art Jubiläumsgeschenk – 15 Jahre Che Sudaka werden gefeiert, 15 Jahre Cumbia-Ska-Punk Party mit sozialkritischer Message.
Vor 15 Jahren sahen wir die Jungs aus Argentinien und Kolumbien in Barcelona das erste Mal, auf dem Release Festival des Soli-Samplers „La Colifata – siempre fui loco“, für den sie den Song „Sin papeles“ aufnahmen, eine Reminiszens an ihre eigene Geschichte als illegalisierte Einwanderer und als Anklage an Rassismus & Festung Europa.
6 Studio-Alben und ein Live-Mitschnitt später haben die Vier aus Barcelona mit „Almas Rebeldes“ eine Art „Best of“ auf ihrem eigenen Label „Cavernícola Records“ rausgebracht. Sie haben 10 ihrer bereits veröffentlichten Hits mit FreundInnen und WegbegleiterInnen neu eingespielt, in einem moderneren Gewand, der ihrer dynamischen Live-Präsenz nun näher ist als die jeweiligen Originale. Herausragend ist hier die Power-Version von „Almas Rebeldes“, bei dem Dr Ring Ding mitsingt. Auch „Amores-Trenecillo“ begeistert, als Gast ist hier Yacine Belahcene, ex Cheb Balwski-Sänger, am Start. Toll auch die Version von „Todo Vuelve“ mit Amparo Sanchez, die mit Amparanoia Mestizo-Geschichte schrieb. Bei „Mentira Politika“ war Capricornio Man von El Gran Silencio aus Mexico eingeladen, bei „La Risa Bonita“ Manu Chao. Weitere Grössen wie Gari Greu (Massilia Sound System/Oaistar), Hugo Lobo oder Bnegao und der neue Sound geben Che Sudaka noch mehr Frische, so dass „Almas Rebeldes“ eine tolle Hommage – an sie selbst! – geworden ist, sehr abwechslungsreich. Auch 3 neue Lieder gibt es zu hören…
Der Titel „Almas Rebeldes“ (Rebellische Seelen“) ist, in den Worten der Band, ein „Gruß an all jene Seelen, die gegen das Gefühl der Ohnmacht rebellieren und trotz der durchgedrehten Gesellschaft, in der wir heutzutage leben, weiterhin daran glauben, dass wir alle letztendlich eins sind!“ (Che Sudaka).

Die Tracklist:
01 Semillas (Intro)
02 Almas Rebeldes feat
Dr Ring Ding
03 Mentira Polítika feat Capricornio
Man (El Gran Silencio)
04 La Risa Bonita feat Manu Chao
05 Los Objetivos
06 La Mente feat Gari Greu
07 Todo Vuelve feat Amparo
Sánchez
08 Amores – Trenecillo feat Yacine
Belahcene
09 El Libro de Los Abrazos feat
Hugo Lobo + Aldo Medina
Caballero
10 Cuando Será feat Jupiter & The
Okwess
11 Menino Da Rua feat BNegao
12 Que Viva La Gente
13 La Guerra Es Por Dentro
14 Plegaria
15 Reflexiones (Outro) feat Gustavo
Duch

Die Live-Daten:
25.01.2018 DE-Heidelberg Halle02
27.01.2018 DE-Freiburg Jazzhaus
28.01.2018 DE-Frankfurt / Main Nachtleben
30.01.2018 DE-Marburg KFZ
31.01.2018 DE-Stuttgart UNIversum
01.02.2018 DE-Karlsruhe Substage Rockrampe e.V
02.02.2018 DE-Erlangen E-Werk
03.02.2018 DE-München Hansa 39 (Feierwerk)
07.02.2018 AT-Wien Wuk
08.02.2018 AT-Salzburg Rockhouse
09.02.2018 AT-Dornbirn Spielboden
14.02.2018 DE-Hannover Mephisto
15.02.2018 DE-Hamburg Fabrik
16.02.2018 DE-Berlin SO 36
17.02.2018 DE-Köln Gebäude 9
07.03.2018 DE-Koblenz Cafe Hahn
13.03.2018 DE-Aachen Musikbunker
14.03.2018 DE-Bochum Bahnhof Langendreer
15.03.2018 DE-Bremen Lagerhaus
16.03.2018 DE-Lübeck Treibsand

www.chesudaka.com

Neues Album von Talco

talco and
Am 23. Februar 2018 erscheint das neue Album von Talco aus Marghera, Venedig. Es heisst „And the winner isn´t“.

Brandheiss stellen sie uns ihr neues Album auch live vor:
09.03.2018 DE-München Backstage
10.03.2018 DE-Berlin Astra
16.03.2018 DE-Stuttgart LKA Longhorn
17.03.2018 DE-Köln Live Music Hall
23.03.2018 DE-Hamburg Fabrik

www.talco-punkchanka.com

Hier ein erster Song, „La Verità“:

Blanquito Man ist tot.

kingblanquito
Nach dem Tod von Jose Capel von Color Humano ist nun mit José Andrés Blanco, besser bekannt als “Blanquito Man” erneut ein charismatischer Sänger einer einflussreichen Mestizo/Latin-Ska Band der 90er Jahre an Krebs verstorben. Der Sänger von King Changó starb am 16.11., nachdem er lange gegen den Krebs angekämpft hatte. Wir sind sehr traurig, erhofften wir uns doch auch nach der Reunion ein weiteres Album der in New Yorck ansässigen Crew mit roots in Venezuela (unvergessen ihre Latin-Version von „Englishman in New Yorck“ mit dem Namen „Venezuelan in New Yorck“).
King Changó veröffentlichten leider nur zwei Alben: „King Changó“ (1996) und „The Return of El Santo“ (2000).

kingchango